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StarCraft 2 - Wings of Liberty![]() | StarCraft 2 - Wings of Liberty Collectors Edition![]() |
Einleitung
Das Warten hat ein Ende! Der 2007 bereits angekündigte zweite Teil des legendären Echtzeit-Strategiespiels ist auf dem Markt. Wir haben das Spiel einem kurzen Test unterzogen, um euch einen schnellen, jedoch hoffentlich detaillierten, Einblick in das Spiel zu gewähren.
Bei der Standardversion kommt das Spiel in einer einfachen aber schicken Hülle daher. In dieser befindet sich die DVD-Box mit dem dazugehörigen Datenträger. Ein kleines Booklet erklärt dem Einsteiger schnell die Vorgehensweise zur Installation und bringt einen kurzen Rückblick auf die Story vom ersten Teil. Außerdem liegen noch Probeaccounts für Starcraft 2 und WOW bei.
Technische Anforderungen
Unser Testsystem:
Intel Core I7-860 @ 3.5 GHz
4GB DDR3-1600 RAM
Asus P7H57D-Evo
MSI HD4870 OC
Creative X-FI Xtreme Music
ATI Catalyst 10.6
Windows 7 64-bit
Benötigter Speicherplatz ca. 8 GB
Während des Tests betrug die Auflösung 1920 x 1200 Pixel und alle Effekte wurden auf Ultra gesetzt.
Installation
Bei der Installation wird vorab mit dem Blizzard-Server verbunden, um die Echtheit der Software und die aktuelle Zeit zu überprüfen. Daher war es nicht möglich, das Spiel vor dem 27. Juli 2010 (10 Uhr) zu installieren. Die Installation dauerte etwa 30 Minuten. Während der Installation wird dem Spieler die Einleitungsstory nähergebracht. Für die Installation werden ca. 8GB freier Speicherplatz benötigt. Das klingt viel, aber dafür braucht man nicht mehr die DVD im Laufwerk während des Spielens und es wird somit alles direkt von der Festplatte geladen.
Wie bei allen Spielen von Blizzard, muss man sich bei Battle.net registrieren und das Spiel mit Hilfe der Seriennummer dort aktivieren. Leider kam es hierbei zu unerwarteten Problemen. Aufgrund einer Serverüberlastung war es anfangs nicht möglich, einen Account anzulegen. Als dies dann gelang und das Spiel im Account aktiviert wurde, verweigerte Starcraft2 den Zugang ins Battle.net. Angeblich wurde dem Account das Spiel nicht hinzugefügt. Nach stundenlanger Fehlersuche und etlichen fehlgeschlagenen Versuchen die Hotline zu erreichen, kam endlich Licht ins Dunkel. Irgendwie war Battle.net nicht zufrieden mit dem gewählten Passwort. Nach einem Passwortwechsel funktionierte dann alles einwandfrei und es konnte endlich losgehen!
Story
Achtung: Spoiler!
... zum Lesen Text markieren
Vier Jahre sind seit dem „Brood War“ vergangen. Jim Raynor, einer der Hauptcharaktere des ersten Spiels, bestreitet mit seinen Männern, den „Raynor's Raiders“, einen Privatfeldzug gegen Arcturus Mengsk, den Imperator der neuen terranischen Liga. Dabei stößt er auch auf einen alten Bekannten namens Tychus Findlay. Die beiden haben gemeinsam einiges durchgestanden, am Ende landete Tychus allerdings für neun Jahre im Gefängnis und deckte damit Raynor. Erst über einige Drahtzieher der Moebius-Forschungsgruppe wurde er entlassen. Allerdings unter der Bedingung, dass er den Auftrag übernimmt, Kerrigan, die Königin der Klingen, zu töten. Um seine Loyalität sicherzustellen, wird er an einen Space Marine Kampfanzug gebunden, der ihn töten wird, falls er seinem Auftrag nicht nachkommt. Dies verheimlicht er natürlich, allem voran vor Raynor, der nach wie vor von Schuldgefühlen bezüglich Kerrigan getrieben wird.
Im Laufe des Spiels begibt sich der Spieler in der Rolle von Raynor auf die Spur von Artefakten der XelNaga, zunächst nur um diese an die Moebis-Gruppe zu verkaufen und mit dem gewonnen Geld die eigenen Streitkräfte besser auszurüsten. Dabei kommt es auch zu einem Wiedersehen mit Zeratul, der eigene Nachforschungen angestellt hat. Diese teilt er Raynor mit, indem er ihn seine Reise über einen Kristall selbst vollziehen lässt. Dabei wird enthüllt, dass eine dunkle Macht Hybriden aus Zerg und Protoss erschafft und mit diesen das Universum von allem Leben befreien will. Der Overmind der Zerg wurde vor den Ereignissen des ersten Spiels offenbar versklavt und gezwungen diese Pläne auszuführen. Allerdings war er sich seines Sklavendaseins bewusst, und erschuf mit Kerrigan ein Wesen, das aus eben dieser ausbrechen konnte. Sie soll der einzige Weg sein, um diese dunklen Pläne noch zu verhindern.
Unterdessen spitzt sich der Konflikt mit der Liga weiter zu. Als Tychus und Raynor die erbeuteten Artefakte abgeben wollen, stellt sich Mengsk Sprössling als Inhaber der Gruppe heraus. Er offenbart Raynor, dass er seinen Vater beerben will und dass dieses Artefakt eine äußerst potente Waffe gegen die Zerg sei und überdies die Fähigkeit besäße, Kerrigan wieder in einen Menschen zurückzuverwandeln. Damit trifft er einen wunden Punkt Raynors und dieser willigt ein. In Zusammenarbeit mit den vormals verfeindeten Streitkräften der Liga startet man einen waghalsigen Angriff auf die Zerg-Heimatwelt Char, um das Artefakt einzusetzen. Die Invasion endet beinahe im Desaster, als die Liga es mit einem Frontalangriff versucht. Letztlich kann das Artefakt aber in Stellung gebracht werden, und vernichtet nicht nur viele der Zerg, sondern verwandelt Kerrigan sogar tatsächlich in einen Menschen zurück. Sie wird von einem Stoßtrupp der Helden in einer Höhle gefunden. Erst hier erfährt Raynor von Tychus Auftrag und kann ihn gerade noch aufhalten. Das Spiel endet damit, dass Raynor seinen Freund erschießt und Kerrigan auf den Armen aus der Höhle herausträgt.
(Quelle: Wikipedia)
Gameplay
Ganz am Anfang steht erstmal eine Auswahl des Schwierigkeitsgrades an. Hier gibt es vier verschiedene Auswahlmöglichkeiten, die je nach gewählter Schwierigkeit Einfluss auf die Taktiken und Anzahl der Gegner haben können.
Leider muss der Spieler sich in den Kampagnen mit nur einer Rasse begnügen. Konnte man beim Vorgänger noch zwischen Terranern, Zerg oder Protoss wählen, so ist es bei Starcraft2 nur möglich, mit den Terranern in den Kampf zu ziehen. Allerdings ist so die Kampagnenanzahl weitaus höher als bei Starcraft1. Lediglich in einem Mini-Feldzug am Ende gibt es vier Kampagnen, in denen man die Protoss spielen kann. Die Kampagnen der anderen Rassen werden mittels Addons nachgereicht.
Besonders auffällig ist die Kamerasicht bei Starcraft2. Hier wird es dem Spieler verwehrt eine übersichtliche Zoomeinstellung zu erlangen und man muss mit einer Nahkamera vorlieb nehmen. Diese lässt sich per Mausrad (Zoomänderung) zwar leicht abändern, allerdings wäre eine etwas variablere, übersichtlichere Ansicht wünschenswert gewesen. Die Steuerung und das HUD sind dem Vorgänger stark nachempfunden und auch die Funktionen gleichen sich.
Mit erfolgreichen Missionen werden Truppentypen und Geld für Söldner und Waffenupgrades freigespielt. Desweiteren helfen gefundene Protoss- bzw. Zergartefakte in den Missionen bei der Forschung um effektivere Waffen oder Verteidigungen gegen diese Rassen zu entwickeln.
Generell stehen vier Spielmenüs zur Auswahl. Das Labor, die Brücke, die Messe und das Arsenal. Die Menüs sind sehr nett und teilweise verspielt aufgebaut – so kann man in der Schiffsmesse eine JukeBox betätigen und passende Musik wählen und an einem Spieleautomaten ein Minigame spielen. Auf der Brücke der Hyperion können wir auf das Missionsarchiv und die nächste Mission auswählen. In der Messe ist es möglich Söldner anzuwerben und sich mit Hilfe von Fernsehnachrichten auf dem Laufenden zu halten. Für die Forschung zuständig ist das Labor, wo man je nach Anzahl der gefundenen Artefakte wählen kann, was als nächstes erforscht werden soll. Im Arsenal können je nach verfügbaren Geld Upgrades für die Truppen gekauft werden.
Sehr komfortabel ist das automatische Speichern, was auch während der Kampagne immer wieder geschieht. Dank des Battle.net können die Missionen exakt weitergespielt werden, egal an welchem PC man sich einloggt. Das Hotkey-System verbessert die Steuerung und so können unter anderem Einheiten schnell ausgewählt werden.
Absolut genial sind die gerenderten Zwischensequenzen, die immer wieder im Spiel die Story vertiefen und dem Spieler die Charaktere näherbringen.
Grafik
Die Grafik von Starcraft2 kann durchaus überzeugen. Nicht nur dank der wirklich gut gelungenen Zwischensequenzen, sondern auch in den Missionen. Shader-Effekte sorgen für schöne Explosionen samt Detonationswellen, Lichteffekte kommen äußerst stimmungsvoll rüber. Die Bewegungen der Einheiten sind sehr rund und sauber.
Bei näherem Betrachten der Einheiten im Zoom fällt auf, dass die Texturen leider nicht wirklich detailliert sind. Die Bodentexturen hätten ebenfalls etwas detailreicher sein dürfen. Da wir das Spiel jedoch in FullHD-Auflösung testeten, fällt dies eigentlich nicht auf, zumal wir eh mit Spielen und nicht mit Schauen beschäftigt waren.
Bei der Performance gibt es keinen Grund zum Meckern. Starcraft2 lief auf höchsten Einstellungen immer absolut flüssig. Allerdings hatten wir keine Möglichkeit, das Spiel auf älteren Systemen zu testen und können so also nur für unser Testsystem diese Aussage treffen.
Sound und Atmosphäre
Auf den Sound und die Atmosphäre hat Blizzard offensichtlich und zu Recht sehr großen Wert gelegt. In Missionen wird man von ruhiger Szenario-Musik begleitet. Während großer Schlachten schwillt die Geräuschkulisse passend an. Explosionen und Schüsse klingen überzeugend. Jede Truppeneinheit hat ihre eigene markante und teils witzige Stimme. So haben die WBFs einen genial-lustigen Berliner Dialekt, der einfach nicht langweilig werden kann.
Auch in Sachen Sound und Atmosphäre sind die Zwischensequenzen hervorragend. Teilweise filmreif werden hier die Charaktere in Szene gesetzt und stets mit passenden Musikstücken unterlegt.
SpielspaĂź
Das Spiel ist am Anfang – je nach Schwierigkeitsgrad – sehr einfach und gibt einem ungeübten Strategiespieler die Chance den Spielaufbau, die Tricks und Kniffe zu verstehen. Für erfahrene Spieler ist dies sicherlich sehr langweilig und teilweise geduldsfordernd. Doch nach und nach werden die Missionen packender und spannender. Man merkt dabei gar nicht, wie die Zeit verfliegt. Dank einer gesunden Mischung und Abwechslung der Szenarien fühlt man sich in der Story und möchte nicht mehr loslassen. Blizzard verspricht einen sehr lang andauernden Spielspaß und schon alleine das Durchspielen der 30 Missionen soll mindestens 60 Stunden in Anspruch nehmen.
Fazit
Starcraft2 hat uns vollends überzeugt. Gameplay, Grafik, Sound und Spielspaß sind auf sehr hohem Niveau. Da fällt es auch leicht, über die kleinen Fehler wie die schlechte Ansicht und die im Zoom detailarmen Texturen hinwegzusehen. Die Story ist packend und gut durchdacht. Die Zwischensequenzen vermitteln dem Spieler einen Hauch von „interaktivem Hollywood“.
FĂĽr Fans von Echtzeit-Strategiespielen ein absoluter Muss, aber auch Spieler von anderen Genres sollten an Starcraft2 Gefallen finden.
Von uns gibt es auf jeden Fall eine klare Kaufempfehlung!
Unser Testexemplar verlosen wir beim SchottenLotto in unserem nächsten Newsletter!
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