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Mafia II im Test

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Mafia II im Test

Beitragvon Redaktion, am 30.08.2010 11:49

Mafia I stand als Sinnbild für wunderbar inszenierte und geladene Action, die einen in das Lost Heaven der 40er Jahre entführte und war eines der ersten „Open-World-Spiele“. Jeder, der den ersten Teil gespielt hat, kann es sicherlich kaum erwarten, endlich den zweiten Teil in den Händen zu halten. Das „Gangster“-Spiel konnte damals schon etliche Spieler in seinen Bann ziehen. 2kGames verspricht eine Spielewelt wie GTA4, actionreiche Abwechslung im schönen 40er und 50er Jahre Flair. Ob der 2. Teil an die Erfolge des Vorgängers anknüpfen und die hohen Erwartungen erfüllen kann, werden die folgenden Eindrücke ans Licht führen.

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Mafia 2 - PC

Mafia 2 - Playstation 3

Mafia 2 - X-Box 360



Mafia 2 - Collector's Edition - Playstation 3

Mafia 2 - Collector's Edition - X-Box 360



specs.gif
Mafia II - Systemanforderungen


Intel Core I7-860 @ 3.5 GHz
4 GB DDR3-1600 RAM
Asus P7H57D-Evo
MSI HD4870 OC
Creative X-FI Xtreme Music
ATI Catalyst 10.6
Windows 7 64-bit
Benötigter Speicherplatz ca. 8 GB

Während des Tests betrug die Auflösung 1920 x 1200 Pixel und alle Effekte wurden auf die maximale Stufe gesetzt (PhysX deaktiviert).

Installation

Mafia II nutzt Steam als Kopierschutz. Für die Installation ist es folglich zuerst erforderlich, einen Steam Account anzulegen. Ist man bereits im Besitz eines Steam-Kontos, kann man ganz einfach im Steam-Menü das Spiel mittels Key hinzufügen. Andernfalls muss man sich einen Account anlegen und nach erfolgter Eingabe des Keys startet dann ebenfalls die Installation.

Dank Steam kann man nun von jedem PC mit Internetverbindung das Spiel dort weiterspielen, wo man zuletzt aufgehört hat – sofern das Spiel auch dort installiert ist. Nachteil ist natürlich, dass das Spiel an den Steamaccount gebunden ist.

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Story

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Nach kurzer Einleitung zur Lebensgeschichte der Hauptfigur, Vito Scaletta, landet man … mit einer Fallschirmbrigade im 2. Weltkrieg! Ja, Sie lesen richtig! Das erste Kapitel ist als Tutorial gedacht und soll dem Spieler die Steuerung im Kampf näherbringen. Dies ist wirklich eine gute, wenn auch unerwartete Idee und hinterlässt einem das Gefühl nun auf das Kommende gut vorbereitet zu sein.

Aufgrund einer Verwundung darf Vito 1943 wieder zurück nach Empire Bay – dies ist eine fiktive Stadt mit Sehenswürdigkeiten verschiedener amerikanischer Großstädte der 40er und 50er. Dort angekommen wird er von seinem langjährigen besten Freund (Joe Barbaro) abgeholt, der während Vito’s Abwesenheit Kontakte zu einer hiesigen Mafiafamilie aufgebaut hat und mittlerweile schon recht gut davon lebt.

Jedes Kapitel spiegelt einen Tag im Leben von Vito wieder – was eine sehr gute Identifikation mit dem Charakter ermöglicht. Zudem wirkt die Story dadurch sehr authentisch und realistisch.
Durch kleinere Jobs knüpft Vito mit Hilfe von Joe schließlich Kontakte zur Mafia und arbeitet sich langsam nach oben. Hierbei lernt er das Mafialeben mit allen Höhen und Tiefen kennen…

Gameplay

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Garage: Man kann bis zu 10 Autos in der Garage haben und diese
vor Ort reparieren
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Kühlschrank: Durch Trinken und Essen kann die Lebensenergie
wieder voll aufgeladen werden

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Kleiderschrank: Hier kann man zwischen der gekauften Kleidung
wählen
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Army Shop: Waffen und Munition können hier erworben werden

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Kleidungsgeschäft: Hier kann Kleidung gekauft werden
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Werkstatt: Hier kann man Autos reparieren, tunen und das Kennzeichen wechseln


Schnell ist zu merken, dass Mafia II hauptsächlich für die Konsole entwickelt wurde. Jedoch ist 2kGames eine sehr gute Umsetzung von Konsole zum PC gelungen. Allerdings sind bei einigen Punkten noch deutliche Konsoleneigenarten zu spüren, z.B. beim Zielen wirkt die Steuerung des Crosshairs sehr schwammig und ungenau.

Das leicht zu bedienende Kampfsystem lässt sich nach kurzer Eingewöhnung sehr gut beherrschen und ist gut animiert. Wie mittlerweile weit verbreitet bei Spielen benötigt man keinerlei Healthpacks, da sich die Lebensenergie nach einiger Zeit in Deckung von alleine wieder auflädt. Das Fahrverhalten der Autos kann in den Optionen nach Wunsch entweder auf „Normal“ oder „Simulation“ gestellt werden. Je nach Straßenverhältnissen und Wetter ändert es sich.
Um zwischendurch schnell und einfach an Geld zu kommen, bietet es sich an, Läden jeglicher Art zu überfallen um die Kasse zu entleeren. Wenn man hierbei nicht richtig vorgeht, kommt man in den Genuss des durchdachten Fahndungssystems der Cops von Empire Bay. So wird, nicht wie in vielen anderen Spielen, nur der Charakter von der Polizei gesucht, sondern zwischen Autofahndung und Personenfahndung unterschieden. Somit ergeben sich verschiedene Möglichkeiten die Cops loszuwerden.

Während man in Lost Heaven noch für das Überfahren roter Ampeln und Tempoüberschreitung sofort von den Cops verfolgt wurde, hat man es in Empire Bay wesentlich einfacher. Es ist schade, dass 2kGames so den Realismus im Spiel etwas dämpft, da man erst ab sehr hohen Geschwindigkeiten polizeilich verfolgt wird und das Fahren über Rot bis auf Kommentare des Beifahrers keinerlei Auswirkungen hat.

Das Klauen von Autos kann mittels zwei verschiedener Arten vonstattengehen. Die erste Möglichkeit ist die schnelle „Scheibeneinschlag-Variante“, die zweite, elegantere Form benötigt vom Spieler ein wenig Geschicklichkeit.

30 - autoknacken.jpg
Autos knacken: Mit etwas Geschick können Autos geknackt werden


Mafia II bietet eine große Waffenauswahl von Hand- und automatischen Schusswaffen. Leider sind die Missionen sehr linear und es gibt selten alternative Lösungswege.

Weitere Defizite sind, dass man keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen kann, obwohl die Möglichkeiten durchaus vorhanden wären. Auch die Nutzung von Taxis bleibt dem Spieler verwehrt. So konnte man beim ersten Teil mit der Beförderung von Fahrgästen ein wenig Geld hinzuverdienen. Mafia II kann man nicht als echtes „Open-World-Spiel“ bezeichnen, da es zwischen den Missionen kaum Pausen gibt und es auch so gut wie keine Motivation für den Spieler gibt, die Stadt eigenständig zu erkunden. Ebenfalls fehlt ein dynamischer Tag und Nachtwechsel sowie der dynamische Wechsel von Wetterverhältnissen. Ein weiterer Kritikpunkt ist das Fehlen von manuellen Speichermöglichkeiten und man ist somit gezwungen bis zum Autosave zu spielen.

Die guten Videosequenzen, die immer wieder zwischen den Missionen gezeigt werden, erzählen sehr lebhaft die Story, fesseln den Spieler und tragen somit deutlich zu erhöhten Spielspaß bei.

Grafik

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Insgesamt kann man die Grafik in Mafia II als sehr ansprechend beschreiben. Effekte werden sehr aufwendig und ansehnlich dargestellt, welche durch Aktivieren von PhysX nochmals verbessert werden können. Die Texturqualität ist in einigen Szenen recht unsauber, gar lieblos. Die Sichtweite im Spiel hingegen gut; leider kommen Autos und Personen sehr spät zum Vorschein und trüben so ein wenig das Stadtbild.

Die Performance des Spiels ist fast ausgezeichnet. Auch ältere Systeme sollen laut Forenberichten gut mit Mafia II klarkommen. Um in den vollen Genuss von PhysX zu kommen, benötigt man allerdings eine nVidia-Karte, bzw. am besten gleich zwei davon – eine für PhysX, die andere für die Grafik.

Die Autos sind mit einem sehr detaillierten Schadensmodell versehen, was sich auch direkt auf die Fahreigenschaften auswirkt.

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Sound und Atmosphäre

Die deutsche Synchronisation weiß zu überzeugen. Auch die guten und abwechslungsreichen Umgebungssounds tragen dazu bei, dem Spieler ein gutes Spielgefühl zu vermitteln. Die drei verfügbaren Radiosender geben das Flair der 40er und 50er Jahre wider. Der Sender Empire Classic beinhaltet die Musik aus dem ersten Teil und weckt somit die nostalgischen Erinnerungen an Mafia I. Nach abgeschlossenen Missionen werden in den Radionachrichten oft über diese Taten berichtet.

In den Missionen werden die Aktionen stets passend mit Musik unterlegt und stellen so den Ablauf filmreif dar.

Spielspaß und Extras

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Die Story fesselt von Anfang an den Spieler und vermittelt ihm detailgetreu und sehr überzeugend das Mafialeben in den 40ern und 50ern. Die durchschnittliche Spieldauer beträgt in etwa 10-11 Stunden, wobei 2kgames ca. 15 Stunden verspricht. Für ein Spiel dieses Kalibers und mit diesen hohen Erwartungen ist dies eindeutig zu wenig. Die ansonsten sehr gute Story wird etwas getrübt durch das offene Ende, was wiederum auf ein baldiges Add-on hoffen lässt.

Als „Extras“ gibt es in Empire Bay die ein oder andere Sache abseits der Story zu entdecken. So kann man Steckbriefe von gesuchten Verbrechern und Playboy Magazine (mit original Fotos von Playmates aus dieser Zeit) in der gesamten Spielwelt sammeln. Während der Missionen schaltet man noch weitere Extras frei. Die Steam üblichen „Errungenschaften“ stellen eine weitere Herausforderung dar. Hier gibt es 57 zu erreichende Awards.

Fazit

Alles in allem ist das Fazit zu Mafia II zwiespältig. Einerseits sind die Story und Atmosphäre sehr packend. Andererseits konnten die hohen Erwartungen an das Spiel nicht vollends erfüllt werden – nicht zuletzt, weil die Spielzeit einfach zu gering ist. Auch die eingeschränkte offene Welt hinterlässt einen herben Beigeschmack. Viele Sachen, die Mafia I ausgemacht haben, wurden leider komplett weggelassen (Taxis, öffentliche Verkehrsmittel).

Wer auf lineare, aber absolut überzeugende Action steht, kann mit dem Kauf von Mafia II nichts falsch machen. Wer jedoch ein „Open-World-Spiel“ wie GTA 4 erwartet, wird enttäuscht werden.

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Re: Mafia II im Test

Beitragvon Jirkob, am 01.09.2010 15:54

Danke für den Test ;-)

Auf der HP http://mafiaii.net/wiki/features/ kann man schön sehen welche Features alles gestrichen wurden. Schon schade eigentlich, aber das ist in der Spieleindustrie halt so, dass Inhalte zugute des Releasetermins gestrichen werden.
Gut finde ich das Spiel dennoch, vor allem wegen der Grafik.
Wegen dem Ende (keine Angst, ich verrate es nicht) hoffe ich dass eine Art Addon rauskommt, wo man noch etwas weiterspielen kann.

Ich habe das Spiel auf 1920x1080 mit vollen Effekten gespielt. Trotz meinem i7-920 mit 6GB DDR-3 und GF260 Grafik hat es auf den Straßen beim Autofahren öfter mal derbst gelaggt, was bei Verfolgungen sehr ärgerlich war (da landete man öfter mal am Laternenpfahl...) - mag sein dass das an aktivierter PhysX Engine lag ;-)
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