In den letzten Tagen gab es mehrfach Gelegenheit, mit offenem Fenster zu arbeiten und so wehte bei mir auch letzte Woche Freitag ein frisches Lüftchen über den Arbeitsplatz. Im Laufe des Tages war dann draußen wiedermal Elefantenwanderung angesagt und man hörte die Rüsseltiere laut tröten. Kurze Zeit später muss es allerdings zu Problemen mit den Dickhäutern gekommen sein, denn das einfältige Getröte wich plötzlich wuchtigen Verbalausbrüchen. Über einen Zeitraum von etwa 90 Minuten drangen gröbste Beschimpfungen durch das Fenster an mein Ohr und es schien, als wäre in der Nachbarschaft irgendjemand überhaupt nicht artig gewesen. „Ja“, dachte ich mir, „dort gibt’s dieses Jahr nichts vom Weihnachtsmann!“. Im Laufe des Tages habe ich dann erfahren, dass Deutschland eine katastrophale, total vernichtende und niederschmetternde 0:1 Niederlage gegen Serbien erlitten hat. Bei der FIFA spricht man in der Überschrift von einem „herbe[n] Dämpfer für die DFB-Auswahl“, wobei im Text daraus dann eine „knappe Niederlage“ wird. Was denn jetzt? Bei dem, was am Freitag durch mein Fenster drang, hätte ich eher eine 0:5 Niederlage erwartet. Gut ich muss zugeben, dass ich an den EMs und WMs das Interesse verloren habe, als die letzte deutsche Fußballlegende die Torwarthandschuhe niederlegte. Ja liebe Leser, dieser Mann war so legendär, dass sogar ein Star Trek Film darüber gedreht wurde. In „Der Zorn des Khan“ wurde sein Name allerdings absichtlich falsch geschrieben. Warum? Aus Angst! Schließlich hatte nicht nur so mancher gegnerischer Spieler Angst, in den deutschen Strafraum zu kommen, wenn Oliver Kahn zwischen den Pfosten stand. Und genau das braucht der Sport: Spieler, die Alles geben und bei Problemen nicht rumjammern, sondern den Karren aus dem Dreck ziehen. Heute lese ich beim Vorbeigehen aber immer nur Zeitungsüberschriften wie „Jogi: Rücktritt wenn es mit dem Achtelfinale nichts wird“. Mit der Einstellung kann ja nichts werden! Frei nach dem Motto „Wenn’s nicht klappt, lass es halt.“.
Um noch kurz beim Thema Fußball-Weltmeisterschaft zu bleiben: Jeder kennt ja inzwischen diese widerlichen Plastiktröten. In verschiedenen Innenstädten Deutschlands steht inzwischen ein Ordnungsgeld als Strafe, wenn man beim „public viewing“ das chinesische Importinstrument einsetzt. Auch international hat das Teil inzwischen für reichlich Aufsehen gesorgt und es kann wohl getrost gesagt werden, dass die absolute Mehrheit der weltweiten Fußballfans die Teile hasst. Was kann man tun? Ganz einfach: Das Blasinstrument der gelben Tonne zuführen und aus dem Ton im Fernseher ausfiltern. Wie das geht, verrät zum Beispiel ein Tutorial bei surfpoeten.de. Mit den Frequenzinformationen kann man aber auch bei guten Fernsehern den Equalizer so einstellen, dass der Bienenschwarm aus dem Stadion zurück in den Stock verschwindet. Ich für meinen Teil gehe lieber auf den Freiplatz und wenn da einer mit der Tröte ankommt, gibt’s Platzverweis.
Eine Legende aus der PC-Spiele-Welt ist nach wie vor nicht tot zu kriegen: Duke Nukem! So gingen doch vor kurzem Gerüchte um, dass Valve bei der E3 eine Bekanntmachung in der Hinsicht tätigen würde, doch dies hat sich dann als falscher Alarm entpuppt. Seit kurzem ist auch die Klage gegen 3D Realms vom Tisch, da man sich mit Take-Two außergerichtlich einigen konnte. Duke Nukem Forever sei noch in Entwicklung. Jaaa, gewiss, gewiss! Und wir werden Weltmeister!
Viel Spaß beim Lesen der Schotteninfo wünscht,
Tonträger
