Aktuelle Festplatten
Die größten mechanischen Festplatten im 3,5‘‘ Formfaktor verfügen derzeit über eine Speicherkapazität von 2 TB und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis in Hinsicht auf Speicherplatz erhält man bei 1,5 TB Festplatten. Abgesehen von Speicherplatz und Preis, unterscheiden sich 3,5‘‘ Festplatten außerdem in der Transferrate und der Herstellergarantie. Festplatten mit einer höheren Datendichte erzielen bei gleicher Umdrehungsgeschwindigkeit eine höhere Transferrate als Festplatten mit einer niedrigeren Datendichte. Daher ist eine 1 TB Festplatte mit 3 Scheiben zu je 333 GB langsamer als ein Modell mit 2 Scheiben à 500 GB, sofern beide Modelle mit derselben Umdrehungsgeschwindigkeit laufen. Für Modelle mit höherer Herstellergarantie (meist 5 Jahre) zahlt man einen gewissen Aufpreis.
Beliebte Festplatten
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1TB HITACHI Deskstar 7K1000.C ![]() | 1TB SAMSUNG SpinPoint F3 ![]() | 1TB SAMSUNG SpinPoint F1 DT ![]() |
1TB WESTERN DIGITAL Caviar Green ![]() | 1.5TB WESTERN DIGITAL Caviar Green ![]() | 2TB SAMSUNG EcoGreen F4 ![]() |
1.5TB WESTERN DIGITAL Caviar Green ![]() | 2TB WESTERN DIGITAL Caviar Green ![]() | 3TB WESTERN DIGITAL Caviar Green ![]() |
Smartmontools: Festplattenüberwachung kostenlos
Über SMART (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology System) kann man viele Informationen über die Festplatte herausfinden und sogar bestimmte Tests starten. Mit Smartmontools steht euch ein Kommandozeilen-Tool zur Verfügung, mit welchem die Werte zum einen automatisiert ausgelesen werden können, zum anderen aber auch auf Dauer überwacht werden können. Das Programm kann dabei zum Beispiel für regelmäßige Fehlerüberprüfung genutzt werden, ohne dass der Betrieb des Systems unterbrochen werden muss oder man signifikante Performance-Einbußen in Kauf nehmen muss.
Um den vollen Funktionsumfang des Programms nutzen zu können, muss man es mit Administratorrechten starten. Möchte man das Fenster außerdem auf eine Größe erweitern, bei welcher „bequemes“ Arbeiten möglich ist, kann man dies über eine Verknüpfung erreichen:
1) Verknüpfung für cmd.exe auf dem Desktop erstellen
2) Verknüpfung stets mit Admininistratorrechten starten
3) Größe des erzeugten Fensters verändern
Im Anschluss kann man per Doppelklick ein Konsolenfenster öffnen, in welchem man smartmontools startet.
Noch besser: Grafische Oberfläche
Wer sich in der Konsole nicht wohl fühlt, der wird über die grafische Oberfläche für Smartmontools erfreut sein. Diese bietet GSmartControl. Dieses Programm enthält bereits die smartmontools und stellt alle Werte in einem hübschen Interfache dar. Man kann über GSmartControl außerdem die SMART-Selbsttests starten und ihre Auswertung betrachten. Das Programm bietet folglich alle Funktionen der smartmontools (abgesehen vom Monitoring-Dienst). Auch GSmartControl muss mit Administrationsrechten gestartet werden.
Worauf achten?
GSmartControl bietet bereits eine Erklärung für die einzelnen SMART-Werte einer Festplatte. Kritisch sind Werte, die in der Übersicht mit „pre-fail“ markiert sind. Sollten sich diese Werte ändern, deutet dies auf eine Verschlechterung des Plattenzustandes hin und man sollte den Datenträger auf alle Fälle im Auge behalten. Man kann außerdem regelmäßig die SMART-Selbsttests der Platten durchführen. Diese kann man entweder manuell starten oder man legt eine entsprechende Verknüpfung im TaskPlaner an und lässt Windows die Routine zu einer passenden Zeit durchführen. Die Platte einmal im Monat zu testen ist dabei immer noch besser, als sie komplett unüberwacht zu lassen.
Vor dem Einschicken: Festplatte wipen!
Möchte man eine bald defekte Festplatte (z.B. schon Sektoren verschoben oder Lesefehler) einschicken, sollte man nicht nur vorher alle Daten kopieren, sondern die Platten auch „wipen“: Die Daten unwiderbringlich löschen. Es ist erstaunlich, wie viel man selbst mit für Endanwender verfügbarer Software von scheinbar leeren Festplatten wiederherstellen kann und wer nicht möchte, dass die privaten Dateien in fremde Hände fallen, der sollte zu einem Programm wie WipeDisk greifen. Mit WipeDisk kann man seine Festplatte mehrfach überschreiben und so die Datenwiederherstellung schwer bis unmöglich machen (je nachdem, wie viel Zeit man darin investieren möchte). Ein ähnliches Tool ist DBan. DBan erstellt Bootdatenträger und kann gleich auf mehreren Datenträgern im wahrsten Sinne des Wortes vernichtende Ergebnisse erzielen.
Fazit
Auch wenn Speicherplatz immer billiger geworden ist, stellt eine defekte Festplatte ein unbequemes Problem dar. Noch schlimmer ist es jedoch, wenn man auf den Ausfall überhaupt nicht vorbereitet war und sich nun mit Datenverlust konfrontiert sieht. Wer seine Daten nicht durch Backups oder RAID schützt, kann mit den hier vorgestellten Programmen zumindest den Großteil der Ausfälle vorausahnen und wird so in den meisten Fällen nicht mehr vom Datendefekt überrascht.
[mk]
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