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Gnadenlose Rechenkraft: Traum-Computer Winter 2011 / 2012

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Moderator: Redaktion

Gnadenlose Rechenkraft: Traum-Computer Winter 2011 / 2012

Beitragvon Redaktion, am 06.12.2011 15:54

Es klingelt an der Haustür: der Paketdienst ist da! Dieser Moment lässt bei vielen PC-Bastlern das Herz höher schlagen und sobald die letzten Komponenten eingetroffen sind, geht es an den Zusammenbau. Selbst nach vielen Jahren verliert die Bastelei nicht an Magie und wenn im Anschluss alles reibungslos klappt ist man wunschlos glücklich. In den kommenden Monaten wird die kalte Jahreszeit wieder viel Gelegenheit für solche Basteleien geben und wer einen guten Ausgangspunkt für sein eigenes Wunschsystem sucht, der ist in diesem Beitrag genau richtig.

Grundgedanken: Budget, Verwendungszweck und Qualität

Computer kriegt man heute von knapp über 100 € bis hin zu 5.000 € und mehr, je nachdem welche Komponenten man verbauen möchte. Wir haben uns für ein Budget von etwa 1.000 € entschieden da wir der Meinung sind, dass man für diesen Betrag heute vollkommen ausreichende Rechenkraft erhält. In Hinsicht auf Verwendungszweck stehen für uns natürlich ganz klar PC-Spiele im Vordergrund, wobei das System auch mit Bildbearbeitung, Videoschnitt und anderen anspruchsvollen Aufgaben problemlos klarkommt.

Zuletzt stellte sich die Frage der Qualität. Dies ist besonders bei Komponenten wie dem Netzteil und dem Gehäuse wichtig. In beiden Bereichen gibt es Produkte von etwa 25 bis 250 €, wobei die Unterschiede meist über die technischen Eckdaten hinausgehen. Soll es ein Netzteil von einem namhaften Hersteller für 140 € sein oder will man 100 € sparen und verbaut stattdessen ein Noname-Produkt? Diese Frage muss sich am Ende jeder selbst beantworten, doch wir wählen als Stromwandler lieber ein Markenprodukt mit Garantie und nachweislicher Qualität. Schließlich speist es alle anderen Komponenten des Computers und ist somit äußerst wichtig.

Das System

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SAPPHIRE Radeon HD 6950 - DiRT3 Edition

INTEL Core i5-2500K

ENERMAX Modu87+ EMG700AWT



ASUS P8Z68-V/GEN3

CORSAIR Obsidian 650D

1TB SAMSUNG SpinPoint F3



8GB

LITEON iHAS524


Gesamtpreis: Traum-Computer als


Prozessor

Beim Prozessor entschieden wir uns für Intels Core i5-2500K. Er bietet 4 Kerne, 3,3 GHz Kerntakt, einen Turbotakt von 3,7 GHz und natürlich eine integrierte Grafikkarte. Der 2500K bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis und kann dank des offenen Multiplikators leichter übertaktet werden.

Im Vergleich zu seinem großen Bruder, dem Core i7-2600K, bietet der 2500K kein Hyperthreading und verfügt über 2 MiB weniger L3-Cache. Wer auf diese Punkte wert legt, kann für 80 € mehr den 2600K erwerben, doch der Großteil der Anwender und Applikationen ist mit dem 2500K mehr als nur ausreichend bedient.

Mainboard

Der Z68-Chipsatz von Intel vereint die Vorteile des P67 und H67: man kann seinen Prozessor übertakten und die in den Prozessor integrierte Grafikkarte, sowie deren Spezialfunktionen wie z.B. Intel Quicksync, nutzen. Das Asus P8Z68-V/GEN3 verfügt über genau diesen Chipsatz, bringt aber noch verschiedene andere Extras mit.

Das Mainboard ermöglicht die Nutzung von Crossfire oder SLI, bietet Firewire-Konnektivität, PCI-Express-Ports der neuesten Generation und verfügt außerdem über gute Möglichkeiten zur Lüftersteuerung. Davon abgesehen bietet diese Board natürlich noch alle anderen erwarteten Standards: 7.1 Audio, RAID-Unterstützung, GBit-LAN, USB3 und eSATA.

Übrigens können auf diesem Mainboard bis zu 32 GB Arbeitsspeicher verbaut werden. Wild.

Grafikkarte

Die Grafikkarte ist ohne Frage die Komponente, bei der die Wahl am schwersten fiel. Hier gibt es gute Konkurrenzprodukte von Nvidia, wobei AMD beim Stromverbrauch die Nase vorn hat. Die gewählte Grafikkarte von Sapphire kommt außerdem mit einem Coupon für DiRT3.

Wer eine kostengünstigere Alternative sucht, der wird unter den Nvidia GTX 560 Ti Grafikkarten attraktive Produkte finden. Noch mehr Leistung als bei der HD6950 erhaltet ihr z.B. mit dem Kauf einer Nvidia GTX 570 oder GTX 580 Grafikkarte. Die GTX570 ist dabei noch ein gutes Stück billiger als AMDs HD6970.

Übrigens kann man die neuen HD6950-Grafikkarten nicht mehr auf eine HD6970 freischalten. Hier hat AMD den Riegel vorgeschoben.

Arbeitsspeicher

Arbeitsspeicher ist im Moment wieder günstig zu haben und bei gerade mal 30 € für 8 GB RAM fällt die Wahl der Menge nicht schwer. Die Wahl der Module haben wir basierend auf der Kompatibilitätsliste von Asus durchgeführt. Ein zusätzlicher Bonus ist die Standardhöhe der Module. Damit können auch größere CPU-Kühler verbaut werden.

Festplatte

So günstig die Zeiten für den RAM-Kauf sind, so ungünstig sind sie für den Kauf von Festplatten. Wer eine alte Festplatte übergangsweise in dem neuen System verwenden kann, der sollte das unbedingt tun und erst im Lauf des nächsten Jahres neue Festplatten für den Rechner nachkaufen. Wer nicht den Luxus hat, auf bereits vorhandene Hardware zurückzugreifen, der muss in den sauren Apfel beißen und eine neue Festplatte kaufen.

Die HD103SJ von Samsung hat sehr gute Testnoten erhalten und ist äußerst schnell für eine mechanische Festplatte. Wenn ihr noch schneller unterwegs sein möchtet empfiehlt sich eine SSD. Ein attraktives Produkt ist zum Beispiel die 128 GB Crucial m4. Wer sich mit den im Vergleich zu anderen SSDs geringen Schreibraten der m4 nicht zufrieden gibt, der wird vielleicht mit einer 120 GB OCZ Vertex 3 glücklich. Leider sind die in der OCZ-SSD verbauten Controller von Stabilitätsproblemen geplagt und in den Support-Foren finden sich daher BSOD-Meldungen en masse. Ein neues Firmware-Update versprach in dieser Hinsicht zwar eine komplette Lösung des Problems, doch im Support-Forum wird immer noch fleißig diskutiert. Die augenscheinlich attraktiven Vertex 3 SSDs sind daher immer noch mit Vorsicht zu genießen.

Gehäuse

Das Corsair Obsidian 650D vereint Form und Funktion mit einem attraktiven Preis. Das Gehäuse bietet USB3- und Firewire-Anschlüsse, eine Lüftersteuerung für die drei integrierten Lüfter (2 x 20 cm und 1 x 12 cm) und ein sehr flexibles Kabel-Managementsystem. Weitere Besonderheiten in der Übersicht:

  • Waschbare Staubfilter
  • Netzteil wird unten links montiert
  • 2 x USB3, 2 x USB2, Firewire und Audio am Frontpanel
  • Integrierte eSATA-Dockingstation für 2,5‘‘ und 3,5‘‘ Festplatten
  • Werkzeugfreie Installation von Datenträgern
  • Ästhetisches Äußeres

i-Tüpfelchen: CPU-Kühler

Das i-Tüpfelchen bei der Einrichtung eines neuen Computers ist das Übertakten des Prozessors. Bei modernen Prozessoren können selbst auf Standardspannung und mit dem mitgelieferten Kühler gute Ergebnisse erzielt werden, wer noch mehr will sollte allerdings einen leistungsfähigeren Kühler installieren. Viele Nutzer sind aber bereits mit der Standardkonfiguration ausreichend bedient, weswegen der CPU-Kühler nicht in die Berechnung des Gesamtpreises einfließt. Er ist optional.

Der Noctua NH-D14 liefert exzellente Kühlleistung bei minimaler Geräuschentwicklung und einfacher Installation. Auf das Kühlmonster erhaltet ihr 6 Jahre Herstellergarantie und das ist ein Grund mehr, die Rechnung gut aufzuheben. Der andere Grund sind die kostenlosen Upgrade-Kits, die die Firma ausliefert. Schickt hierzu einfach je eine Kopie eurer Kühler- und Mainboard-Rechnung (z.B. für die von den alten Kühlern nicht unterstützten Sockel 2011 Mainboards) und Noctua sendet euch ein Upgrade-Kit. Das ist Premium-Service, den man nur bei einem Premium-Produkt erhält.

Oder vielleicht doch warten?

Wer sich noch etwa ein Quartal gedulden kann wird aller Voraussicht nach mit neuen Prozessoren von Intel belohnt. Auch wenn man Ivy Bridge nicht kaufen möchte, so kann doch von einer Preisanpassung bei anderen CPUs ausgegangen werden. Hinzu kommt die im Moment sehr ungünstige Situation bei den Festplatten. Zwar wird es nach Aussage des Firmenriesen Seagate noch bis mindestens Mitte 2012 dauern, bis sich die Preise wieder normalisiert haben, doch das heißt ja nicht, dass nicht auch schon im Quartal 1 2012 mit einer Verbesserung der Lage zu rechnen ist.

Andererseits muss hier klar gesagt werden, dass man mit Warten zwar Geld spart, aber gleichzeitig die neue Hardware nicht nutzen kann. Man spart also vielleicht bis 100 € und verzichtet dafür 4 Monate auf den neuen Rechner. Auch hier müsst ihr wieder selber entscheiden, ob es euch diese Einsparung wert ist.

Fazit

Ein 3,3 GHz Quadcore mit 8 GB Arbeitsspeicher und leistungsfähiger Grafikkarte, damit schafft der Rechner jedes Spiel bei hohen Detaileinstellungen und auch Multimedia-Arbeit geht schneller von der Hand. Das Ganze ist außerdem in einem ästhetischen und hochwertigen Gehäuse verpackt. Einziger Wermutstropfen sind die im Moment teuren Festplatten.

    Gesamtpreis: Traum-Computer als

War es das? Nein, wir haben natürlich noch mehr für euch. Darf es vielleicht ein neuer Monitor, eine Tastatur oder eine Maus sein? Auch da haben wir sehr gute Produkte für euch herausgestellt. Außerdem findet ihr im Archiv Informationen über die Unterschiede der Windows 7 Versionen und einen Preisvergleich der Varianten.

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Re: Gnadenlose Rechenkraft: Traum-Computer Winter 2011 / 2012

Beitragvon SLmurphy, am 15.12.2011 17:05

Hallo ;)

Alternativ-Tipp Mainboard (nachträglich ergänzt)

Hat im Gegensatz zum vorgestellten ASUS tatsächlich FireWire (1x intern + 1x extern) an Bord,
neben VGA, DVI und HDMI auch DisplayPort, zwei zusätzliche SATA III 6Gb/s Ports, PS/2, RS232,
einen zusätzlichen PCI x1 Slot, ein komplett schwarzes PCB für's Auge und bei all dem auch noch
einen rund 30 EUR niedrigeren Preis für den Geldbeutel. Aktuell kommt es auch als Revision 1.3
mit Unterstützung für PCIe 3.0 für Ivy in den Handel (bei Schottenland z.Z. noch nicht gelistet).

Gigabyte Z68X-UD3H-B3



Alternativ-Tipp Arbeitsspeicher

Die Vengeance wirken nicht wirklich niedrig (ist das jetzt Standardhöhe?) und damit völlig
komplikationsfrei beim Einbau ausladender CPU-Kühler. Diese hier sind nicht höher als sie
eigentlich sein müssen, ebenso schnell, vom selben Hersteller und dabei noch preiswerter:

8GB (2er Kit) CORSAIR XMS3



Alternativ-Tipp Festspeicher

Als SSD würde ich grundsätzlich die oben bereits genannte Crucial m4 vorziehen, denn Sandforce-SSDs
sind nur in Benchmarks die lauter Nullen schreiben signifikant schneller — worauf Schottenland meiner
Erinnerung nach leider kaum hinweist, wenn es um das Thema geht. Ergänzend dazu empfiehlt sich als
"Datengrab" eher eine günstigere und leisere 5400rpm-HDD, woraus sich folgende Kombination ergibt:

128GB CRUCIAL m4 SSD

      
1TB SAMSUNG Spinpoint F2 EcoGreen



Alternativ-Tipp Gehäuse

Die USB3-Ausführung vom Black Pearl (DEF-R3-USB3-BL) fehlt seltsamerweise auf schottenland.de,
deshalb verlinkte ich hier ersatzweise mal die USB3-Variante Titanium Grey des im Gegensatz zum
Corsair Obsidian 650D schallgedämmten und IMO ungeschlagenen P/L-Siegers im Bereich Gehäuse:

FRACTAL DESIGN Define R3 USB3.0 Black Pearl (DEF-R3-USB3-BL)

EDIT: Das Define R3 USB3.0 Black Pearl ist nach zweimaligem Hinweis nun gelistet = hier geändert!


Alternativ-Tipp Netzteil

Das EMG700AWT ist — Crossfire/SLI-Konfigurationen ausgenommen — ein wenig arg oversized und
kann daher seinen Wirkungsgrad bei normaler Auslastung kaum ausspielen. Für Single-GPU-Systeme
mit der empfohlenen Grafikkarte ist dieses bewährte (!) Exemplar völlig ausreichend dimensioniert,
kostet dabei aber nicht mal die Hälfte (Kabelmanagement-Junkies werden beim BQT E8 CM fündig):

BE-QUIET! STRAIGHT POWER E8



Alternativ-Tipp CPU-Kühler

Bei nur geringfügigen Abstrichen lässt sich auch hier der Anschaffungswiderstand deutlich senken,
wobei man um auf Augenhöhe zu bleiben ggf. noch einen höherwertigen Lüfter kombinieren sollte:

SCYTHE Mugen 3



Dass es um einen "Traum-Computer" geht habe ich verstanden, die vorgestellten Komponenten würden
prinzipiell aber eher einem Core i7-2600K entsprechen, der ja aus guten Gründen nicht gewählt wurde.
Aus denselben Gründen lässt sich mit diesen alternativ vorgeschlagenen Komponenten jedoch ebenfalls
ein Traumsystem zusammenstellen ... nur dabei sozusagen "mit beiden Beinen am Boden geblieben" :D


Traum-Computer Redaktion

... inkl. Noctua-Kühler und ohne SSD:
    Gesamtpreis: Traum-Computer als


Traum-Computer SLmurphy

... inkl. HDD und SSD:
    Gesamtpreis: Traum-Computer als


Relativ zur (natürlich rein exemplarischen) Originalliste nahezu ein Preis-Patt und die SSD "umsonst" dazu :mrgreen:

EDIT:
Dank Mainboard-Tausch nun satte 50 EUR günstiger und sogar unterhalb der magischen 1000-Euro-Grenze! :D
Zuletzt geändert von SLmurphy am am 16.02.2012 23:29, insgesamt 8-mal geändert.
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Re: Gnadenlose Rechenkraft: Traum-Computer Winter 2011 / 2012

Beitragvon Wegi89, am 17.12.2011 03:07

Sieht gut aus, ich würde als Case noch eines von Lancool verwenden, z.B. das PC-K9. Das bietet zum kleinen Preis LianLi Qualität, bloß eben aus Stahl statt Aluminium. Der Mugen als Alternativkühler ist Pflicht, boxed ist zu grottig für sone Maschine. Speichermäßig sollte auf jeden Fall eine Kombi aus SSD und HDD rein, wie von euch vorgeschlagen. Als Graka Alternative würde ich diese hier empfehlen:

http://www.hardwareschotte.de/preisvergleich/Asus-ENGTX560Ti448DC2-2DIS-1280MD5-p21427468

2te Revision mit mehr Cores und einer Leistung die gefährlich nahe an die GTX 570 drankommt. Die GTX 570 Direct CU II hat den gleichen Kühler verbaut, ich besitze eine und bin sehr zufrieden, Temperaturen sind sehr gut und auch unter Last ist die Lautstärke sehr niedrig, im Idle sowieso.
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Re: Gnadenlose Rechenkraft: Traum-Computer Winter 2011 / 2012

Beitragvon Spurenleser, am 19.12.2011 08:54

@ Murphy:

Nice, das sind sehr passende Punkte, die Du angesprochen hast. Den RAM hab ich wie gesagt nur gewählt, weil der in der Kompat-Liste stand und wenn man für andere Hardware empfiehlt, die man selbst in der Konfiguration nicht getestet hat, dann bin ich lieber bisschen übervorsichtig. Mit der Bauhöhe hast Du natürlich vollkommen Recht.

Das Gehäuse (oder zumindest ein sehr ähnliches von der Firma) hatte ich in der Vergangenheit jedenfalls schon drin gehabt. Nicht, dass es deswegen für weitere Verwendung disqualifiziert wäre (im Gegenteil), aber das Corsair hat mehr Wiedererkennungswert und ist einfach in der Presse mehr rumgekommen. Ich selbst würde auch eher zu einem Fractal Design R3 greifen (mein letztes Gehäuse war ein Antec P193). Aber ein anderes Gehäuse auzusuchen werden wohl alle hinkriegen, von daher ist das auch eine schnell tauschbare Komponente. // da fällt mir ein: an der Uni hatten wir mal einen, der hat sein Mainboard an die Wand geschraubt und auf das Gehäuse verzichtet. Strahlungstechnisch nicht super, aber geht auch :lol:

Scythe und Be-Quiet sind beides Firmen, mit denen ich im näheren Umkreis auch schlechte Erfahrungen gemacht habe. Das Be Quiet Netzteil eines Verwandten war nach ein paar Monaten nicht mehr so quiet, da half auch mehrmaliges Auffordern ("Be quiet!!") nichts mehr :D ... daher tendiere ich eher zu teureren Premiumprodukten. Ich glaub ein "Sparfuchs-Computer" wird auch nicht so viele interessieren (zumindest sind im Newsletter Systeme mit mehr Leistung immer beliebter, wohingegen Stromspar- oder Apple-Produkte immer wenig geklickt werden). Spätestens nach Deiner Zugabe darf sich aber niemand beschweren, dass er nichts passendes gefunden hätte und von daher: danke :)

@ Wegi89:

Jep das "alte" Problem der Gehäusewahl. Zum Glück wissen die Profis eh was sie wollen, da kann schnell angepasst werden. Mein Bruder war übrigens früher Lian Li-Fetischist und aus der Zeit kann ich mich noch gut an das extreme Gefummel erinnern, mit dem der Einbau in diesen Cases immer verbunden war. Ich selbst stehe da eher auf geräumige Gehäuse, wo man beim Einbau Platz für die Arbeit hat. Denke mal das Lancool wird aber nicht so eng sein, oder?

Zum Thema "Boxed"-Lüfter würdest Du Dich wahrscheinlich wundern, was bei manchen Leuten unter dem Schreibtisch (oder auf dem Schreibtisch!!) so abgeht, in Hinsicht auf Lautstärke. Ein Bekannte arbeitete für lange Zeit an einem Rechner mit sehr lautem Lüfter und sie hat das nicht gestört. Mir war nicht klar, wie man das aushalten konnte :shock: ... solange die CPU mit dem Boxed-Lüfter nicht runtertaktet ist es für den Großteil der Leute kein Problem, wenn es unter Last mal etwas lauter wird (zumindest meine Erfahrung). Das heißt natürlich nicht, dass man sie mit einem Kühler eines Drittanbieters nicht locken darf, wenn er wie der Mugen noch günstig ist.

Nvidia soll zumindest in letzter Zeit beim Treiber-Support für neue Spiele besser gewesen sein (konnte ich selbst natürlich nicht nachprüfen). Das ist noch ein zusätzliches Argument für Nvidia und die neuen Ti 448er sind wirklich attraktiv.
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Spurenleser
 

Re: Gnadenlose Rechenkraft: Traum-Computer Winter 2011 / 2012

Beitragvon SLmurphy, am 20.12.2011 18:16

Spurenleser hat geschrieben:Den RAM hab ich wie gesagt nur gewählt, weil der in der Kompat-Liste stand und wenn man für andere Hardware empfiehlt, die man selbst in der Konfiguration nicht getestet hat, dann bin ich lieber bisschen übervorsichtig.

Ach so, ja richtig ... hatte ich zwar gelesen, dann aber gar nicht mehr länger drüber nachgedacht, weil identischer Hersteller und bis auf die "Hülle" identische Daten ;) OK.
Wäre nun interessant von ASUS zu erfahren, was die beiden Kits deren Meinung nach unterscheidet — ich lasse den Tipp aber mal als "höchst wahrscheinlich kompatibel" so stehen.

Das Gehäuse (oder zumindest ein sehr ähnliches von der Firma) hatte ich in der Vergangenheit jedenfalls schon drin gehabt. Nicht, dass es deswegen für weitere Verwendung disqualifiziert wäre (im Gegenteil), aber das Corsair hat mehr Wiedererkennungswert und ist einfach in der Presse mehr rumgekommen.

Ist doch ein Grund mehr, zur Abwechslung mal das weniger bekannte Fractal Design unter die Leute zu bringen! :)
Der deutsche Vertrieb hat einen außergewöhnlich kundennahen und kulanten Service, u.a. ein Grund für den Tipp.

Ich selbst würde auch eher zu einem Fractal Design R3 greifen (mein letztes Gehäuse war ein Antec P193).

Mein Favorit war auch früher das Antec P183, bis ich das Define R3 entdeckte ... als Define XL auch für besonders platzhungrige Selbstschrauber verfügbar (evtl. war dieses das von dir zuvor schon mal empfohlene).

[...] von daher ist das auch eine schnell tauschbare Komponente.

Im ersten Moment dachte ich, diese Aussage wäre technisch gemeint --> :o <-- bis ich dann schließlich begriff,
dass sie sich auf die Zusammenstellung bezog :lol:

an der Uni hatten wir mal einen, der hat sein Mainboard an die Wand geschraubt und auf das Gehäuse verzichtet. Strahlungstechnisch nicht super, aber geht auch :lol:

Ein freier Aufbau mit fliegender Verkabelung zum Testen der Konfiguration, bevor man alles fein säuberlich im Gehäuse verbaut (und dann irgendwas nicht funktioniert) sollte eigentlich eh Pflicht sein ... und manche "finden danach einfach nicht mehr die Zeit" für den Einbau in ein Gehäuse oder ein solches überhaupt noch zu ordern,
denn wie du schon sagst: Funktioniert ja auch so! :mrgreen:

Scythe und Be-Quiet sind beides Firmen, mit denen ich im näheren Umkreis auch schlechte Erfahrungen gemacht habe. Das Be Quiet Netzteil eines Verwandten war nach ein paar Monaten nicht mehr so quiet, da half auch mehrmaliges Auffordern ("Be quiet!!") nichts mehr :D ... daher tendiere ich eher zu teureren Premiumprodukten.

Zum Mugen: Da habe ich bisher nur vernommen, dass er ggf. ein wenig fummliger zu verbauen sein soll als z.B. ein Noctua ... wobei die Meinungen da auch auseinander gehen. Ansonsten höre ich fast nur positive Rückmeldungen,
vor allem angesichts des ungeschlagenen P/L-Verhältnisses — in der Preisklasse gibt es sonst kaum gleichwertiges.

Zum Be Quiet! Straight Power E8 (aktuell E9):
SLmurphy hat geschrieben:Für Single-GPU-Systeme mit der empfohlenen Grafikkarte ist dieses bewährte (!) Exemplar völlig ausreichend dimensioniert, [...]

Den Einwand vorausahnend (ich musste selbst ein P5 2x tauschen, das dritte läuft im selben Rechner nun allerdings schon seit 6 Jahren 24/7!), hatte ich das Ausrufezeichen in Klammern hinzugefügt, um dich neugierig zu machen ;)

Das Straight Power E8 hat (wie manche anderen BQT-Linien) mit den hohen Ausfallraten der Billigheimer des selben Herstellers nichts zu tun, denn es entspricht vom inneren Aufbau her konstruktiv und qualitativ wesentlich teureren Mitbewerbern — oder ist diesen sogar noch überlegen! Viele, die sich von dem Namen abschrecken lassen, müssen erst mühsam überzeugt werden, doch danach gibt es so gut wie nie negative Rückmeldungen. Der Kundenservice von Listan ist (konträr zur Qualität mancher Produkte) der freundlichste und kulanteste, den ich je kennengelernt habe: Nach dem zweimaligen Mängelumtausch wegen eines defekten Lüfters habe ich mit dem dritten PSU gleich noch einen ganzen Karton mit einer Auswahl diverser Lüfter zum Selbstverbau als Entschädigung dazubekommen :D

Ich glaub ein "Sparfuchs-Computer" wird auch nicht so viele interessieren [...]

Wenn es mir darum gegangen wäre, hätte ich gleich noch ganz andere Kandidaten ins Feld geführt :P
Hab wie gesagt Komponenten ausgewählt, von denen ich denke, dass sie ein hohes Einsparpotential
bei gleichzeitig kaum verminderter Leistung bzw. Qualität bieten — mit meinen neuen Anmerkungen
kommt dieser Ansatz und Anspruch vielleicht auch noch mal etwas überzeugender rüber ;)

Frohes Fescht!
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Re: Gnadenlose Rechenkraft: Traum-Computer Winter 2011 / 2012

Beitragvon SLmurphy, am 08.01.2012 09:44

Nachtrag:

ausführlicher und fundierter Test des be quiet! Straight Power E9 bei pc-experience.de

Nachfolger des E8 mit 80+ Gold Zertifizierung und 135mm-SilentWings-Lüfter

Wie schon sein Vorgänger das leiseste aktive Netzteil überhaupt am Markt ;)
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Re: Gnadenlose Rechenkraft: Traum-Computer Winter 2011 / 2012

Beitragvon SLmurphy, am 16.02.2012 22:23

Weil zuvor schon privat kurz besprochen, an dieser Stelle nur noch mal für diejenigen, die vielleicht tatsächlich noch auf diesen Thread stoßen und sich daran orientieren möchten:

Redaktion hat geschrieben:Das Mainboard [...] bietet Firewire-Konnektivität

Hierzu fiel mir bereits vor einigen Wochen auf, dass dieser Punkt auf das ASUS P8Z68-V/GEN3 nicht wirklich zutrifft (FireWire gibt's in dieser Klasse von ASUS nur noch bei Mainboards für über 160 EUR) und habe mich deshalb damals auch aus Eigeninteresse auf die Suche nach günstigeren und ggf. auch besseren Alternativen gemacht. Dabei spielte
PCI-Express-Ports der neuesten Generation

zunächst mal eine untergeordnete Rolle, denn damit vermeintliche PCIe-3.0-Ports auch wirklich zu solchen werden, braucht es eine Ivy-Bridge-CPU, wohingegen wir hier ja auf einer Sandy-Bridge-CPU aufbauen ... was GEN3 nutzlos werden lässt, sofern für die Zukunft eine entsprechende Aufrüstung nicht schon fest eingeplant ist. Darüber hinaus ist der dritte PCIe-x16-Port (elektrisch x4) des empfohlenen ASUS ein sogenannter Shared Port, bei dessen Nutzung andere Komponenten des Mainboards deaktiviert werden, weshalb dieser auch nicht gerade von größerem Wert ist.


Als Alternative habe ich mir dann dieses hier ausgeguckt:

Gigabyte Z68X-UD3H-B3


Vorteile gegenüber dem ASUS P8Z68-V:

  • tatsächlich FireWire (1x intern + 1x extern)
  • VGA, DVI, HDMI und DisplayPort
  • 2 zusätzliche SATA 6Gb/s Ports
  • ein zusätzlicher PCI x1 Slot statt x4 shared
  • PS/2 und RS232 (seriell) ... wer's braucht ;)
  • komplett schwarzes PCB ... wer's mag :mrgreen:
  • je nach Preisvergleich rund 30 EUR preiswerter
Kommt derzeit auch als Revision 1.3 mit Unterstützung für
PCIe 3.0 in die Shops (bei Schottenland noch nicht gelistet).


Im Preisbereich des ASUS halte ich dieses hier für empfehlenswert:

ASROCK Z68 Extreme4 Gen3


Weitere Vorteile gegenüber dem Gigabyte resp. dem ASUS:

  • ebenfalls FireWire (intern/extern) und DisplayPort
  • ebenfalls 4 SATA 6Gb/s Ports (2x Intel + 2x Marvell)
  • 3 vollwertige PCIe 3.0 Slots (elektrisch x16 / x8 / x4)
  • Spannungsregler mit 12 Phasen (Overclocking-sicher)
  • Diagnose-LED mit zweistelliger numerischer Anzeige
Da die Vorteile gegenüber dem Gigabyte für den Normaluser eher gering ausfallen, wird es
wohl eher eine Glaubensfrage sein, ob man bereit ist den dafür fälligen Aufpreis zu zahlen.


Meine Aufstellung oben habe ich daher noch um das Gigabyte Z68X-UD3H-B3 komplettiert,
womit der Traum-Computer zum Preis von unter 1000 EUR dann auch realisiert wäre! :)
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