Die dramatische Preisentwicklung bei den Festplatten konnte man vor der Überflutung in Thailand nicht vorhersehen und glücklich sind jetzt die wenigen Computer-Nutzer, die rechtzeitig aufgerüstet haben. Die Preise für Festplatten waren bereits um ein paar Euro gestiegen, als wir am 21. Oktober vor noch weiter steigenden Preisen gewarnt haben. Das gab Schottenland-Nutzern noch ein schmales Zeitfenster, um vor dem Preisanstieg neue Datenträger zu erwerben. Wenige Tage nachdem die Meldung über Facebook, Twitter und unser Nachrichtenmagazin rausging stiegen die Preise extrem. In diesem Artikel stellen wir euch nun zwei Methoden vor, mit denen ihr trotz der hohen Festplattenpreise vergleichsweise kostengünstig an freien Speicherplatz kommt.
Methode 1: Festplatte aufräumen
Leichter gesagt als getan, oder? Glücklicherweise gibt es heute verschiedene Programme, die einem das Aufräumen leichter machen. Hier wäre zum Beispiel der Klassiker SequoiaView zu nennen, wobei es mit diesem Programm unter Windows 7 nicht immer klappt. Ein neuerer Vertreter ist WinDirStat. Diese Programme durchsuchen die gesamte Festplatte und stellen anschließend in einer detaillierten Grafik die größten Speicherplatzfresser dar. Hier sind schon so einige versteckte Gigabyte-Fresser zu Tage gekommen. Längst vergessene Save-Games im Benutzerverzeichnis, alte temporäre Dateien, nicht mehr benötigte Mediendateien und so weiter. Man findet im Handumdrehen viel zusätzlichen Speicherplatz.
Habt ihr Dateien, die ihr seit Ewigkeiten nicht mehr geöffnet habt? Warum dann nicht löschen?
Methode 2: Preisvergleich bei Festplatten
Warum das Rad neu erfinden? Einige von euch haben vielleicht einen Lieblingshändler, bei welchem bevorzugt Computer-Hardware gekauft wird, doch gerade bei der aktuellen Preissituation ist ein Preisvergleich extrem wichtig. Betrachten wir zum Beispiel die 2TB SAMSUNG EcoGreen F4 (HD204UI): Alternate.de verlangt 212,90 €, während man den gleichen Datenträger bei Nubit bereits für 155 € erhält (Preise vom 10. November 2011). Fast 60 € Preisunterschied! Wer also unbedingt neuen Speicherplatz benötigt, der kommt um einen Preisvergleich jetzt erst recht nicht mehr umhin. Auch bei den günstigen Angeboten muss man die Augen jedoch offen halten, da viele Händler im Moment mit sehr niedrigen Preisen locken, die Ware aber nicht auf Lager haben. Auf solche Bestellungen muss man im Zweifelsfall Wochen bis Monate warten. Daher: Finger weg!
Nicht lieferbare Angebote ausfiltern
Bei einzelnen Produkten könnt ihr ganz leicht nicht lieferbare Angebote ausfiltern. Nutzt hierzu einfach die Eingabemöglichkeiten im Feld „Verfügbarkeit“:
Externe Festplatten
Wer nicht unbedingt eine interne Festplatte benötigt, der kann unter den externen Festplatten noch immer einige günstigere Varianten finden. Hier tummeln sich aber ebenfalls viele Händler mit nicht lieferbaren Lockangeboten.
Fazit
Zumindest die nächsten 6 Monate wird sich der Festplattenmarkt nicht von den Lieferengpässen erholen und auch 2,5‘‘ Festplatten sind leider betroffen, da Laptop-Hersteller gerade dort jetzt auf Vorrat kaufen. Den billigsten Speicherplatz hat man aber bereits im Rechner eingebaut. Man muss ihn nur wieder freiräumen.
[mk]
