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Fernseherkaufberatung: LCD, Plasma oder Projektor?

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Moderator: Redaktion

Fernseherkaufberatung: LCD, Plasma oder Projektor?

Beitragvon Redaktion, am 03.05.2010 13:50

LED-Backlight, DVB-S2 und digitaler Kammfilter: Wer mit diesen Begriffen nicht viel anfangen kann, findet hier Antworten. In diesem Artikel erklĂ€ren wir euch, was es mit den technischen Merkmalen der neuesten TV-Generation auf sich hat und bieten euch außerdem viele wichtige Hinweise, mit denen ihr zu eurem TraumgerĂ€t finden könnt. Hintergrundwissen zum Thema HDTV ĂŒber Kabel- oder Satellitenfernsehen findet ihr hier: High Definition: Kabel oder Satellit?. Wer schon lĂ€nger mit dem Gedanken spielt, sein Fernseherlebnis auf die nĂ€chste Stufe zu bringen, ist hier genau an der richtigen Stelle!

Grundlegendes

Bevor man die Geldbörse zĂŒckt, sollte man sich ĂŒber verschiedene grundlegende Fragen Klarheit verschaffen. Wenn es um den Kauf eines neuen Fernsehers geht, stehen hier zwei Fragen besonders im Vordergrund: Wie groß das GerĂ€t sein soll und welche Inhalte wiedergegeben werden sollen. Die GrĂ¶ĂŸe des Fernsehers richtet sich einerseits nach dem Platz, der im Wohnzimmer dafĂŒr zur VerfĂŒgung steht und andererseits nach dem Sitzabstand. Wenn man 7 Meter vom GerĂ€t entfernt sitzt, wird man an einem 22‘‘-Fernseher nicht viel Freude haben. Als Faustregel wird fĂŒr den Sitzabstand meist angenommen, dass er etwa der 3-fachen Bilddiagonale entsprechen soll. Bei einem 52‘‘-Fernseher (132 cm Bilddiagonale) sollte man also idealerweise nicht weiter als 4 m entfernt sitzen.

Die zweite Grundlagenfrage ist: Soll das GerĂ€t nur zur Wiedergabe von Standard Definition (d.h.: Fernsehen, DVD) verwendet werden oder möchte man auch High Definition (HDTV oder Blu-ray) darstellen. Möchte man HD wiedergeben, ist fĂŒr ein optimales Erlebnis eine native Auflösung (mehr dazu spĂ€ter) von mindestens 1920 x 1080 Pixeln notwendig. Damit man diese Details von der Couch auch sieht, braucht man entweder ein entsprechend großes GerĂ€t oder man muss den Sitzabstand verringern. Die bisher angewendete Faustregel von Sitzabstand = Bilddiagonale mal 3 muss hier ebenfalls etwas angepasst werden. Möchte man die Details gut erkennen können, sollte der Faktor hier nicht 3, sondern höchstens 2 betragen (Sitzabstand = Bilddiagonale x 2).

LCD, Plasma oder Projektor?

Der Markt hat sich in den letzten Jahren entschieden, Plasma-Fernsehern den RĂŒcken zu kehren und als Resultat finden sich inzwischen 8-mal mehr LCD- als Plasmafernseher in unserer Produktdatenbank. Daraus folgt, dass man bei den Plasmas vielleicht noch das eine oder andere SchnĂ€ppchen abgreifen kann, bevor die Produkte komplett vom Markt verschwinden. Wer lieber auf eine Technologie setzt, die noch nicht am aussterben ist, braucht sich bereits jetzt nicht weiter fĂŒr Plasma-Fernseher interessieren, fĂŒr alle anderen haben wir in dem folgenden Abschnitt die wichtigsten Fakten zu Plasma-Fernsehern zusammengestellt.

Plasma-Fernseher

Ein Plasma-Fernseher besteht aus unzĂ€hligen kleinen Kammern, in welchen Gasgemische durch elektrische Signale kurzzeitig gezĂŒndet werden. Der in den Kammern eingelagerte Phosphor macht dieses UV-Licht durch eine VerĂ€nderung der WellenlĂ€nge schließlich sichtbar. Hier wird bereits deutlich, dass bei Plasma-Fernsehern mit einem höheren Stromverbrauch zu rechnen ist, wobei man dafĂŒr aber mit brillanteren Farben und dunklen Schwarztönen belohnt wird. Letztere werden zumindest bei den kostengĂŒnstigeren LCD-Fernsehern nur grau dargestellt. Weitere Vorteile von Plasma-Fernsehern sind der sehr hohe Kontrast, das Ausbleiben von Nachzieheffekten („Ghosting“) und die guten Betrachtungswinkel.

Einer der Hauptnachteile von Plasmafernsehern ist die Einbrenngefahr. Zeigt man lange ein Standbild an oder Ă€ndert sich ein Aspekt des Bildes ĂŒber lĂ€ngere Zeit nicht (z.B. Senderlogo), nutzt sich der Phosphor in bestimmten Kammern des GerĂ€tes schneller ab. Dieser Vorgang ist nicht umkehrbar und kann zu einer sichtbaren VerĂ€nderung des Bildes fĂŒhren. Zum Schutz bieten viele GerĂ€te inzwischen bestimmte Funktionen, die ein Einbrennen nur noch sehr unwahrscheinlich machen. WĂ€hrend der ersten 100 Betriebsstunden ist die Gefahr des Einbrennens ĂŒbrigens besonders hoch. Ein weiterer Nachteil der Plasma-Fernseher ist das höhere Gewicht und der vergleichsweise hohe Stromverbrauch.

Hier bieten wir euch die beliebtesten GerÀte verschiedener Bilddiagonalen:

40 bis 49 Zoll
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LG 42PJ350 TV

SAMSUNG PS42C450

PANASONIC Viera TX-P42S20E



PANASONIC TX-P42GW20

PANASONIC NeoPDP TX-P42VT20E

PANASONIC NeoPDP TX-P46VT20E



50 Zoll und grĂ¶ĂŸer
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LG 50PK350

SAMSUNG PS50C687

SAMSUNG PS50C6970



PANASONIC NeoPDP TX-P50VT20E

SAMSUNG PS63C7790

PANASONIC TX-P65VT20E NeoPDP Plasma-TV



LCD-Fernseher

In LCD-Fernsehern kommen winzige FlĂŒssigkristalle zum Einsatz. Von einer Lichtquelle hinter dem Display (das Backlight) wird Licht durch eine Polarisationsfolie so verĂ€ndert, dass es nur noch in einer Ebene schwingt (z.B. horizontal) und eine zweite Polarisationsfolie, die rechtwinklig zur ersten ausgerichtet ist, filtert nochmals Licht aus (d.h.: Das horizontal schwingende Licht wird nicht durchgelassen). Zwischen den Folien befinden sich jedoch die FlĂŒssigkristalle, mit welchen die Schwingungsrichtung des Lichtes verĂ€ndert werden kann. Aus diesem Aufbau resultieren verschiedene Vorteile. LCD-Fernseher verbrauchen weniger Strom als Plasma-Fernseher, sind keiner Einbrenngefahr ausgesetzt und arbeiten strahlungsarm.

Nachteile, die mit diesem technischen Aufbau einhergehen, sind der im Vergleich zu Plasma-Fernsehern geringere Kontrast, mitunter grĂ€uliche Schwarztöne und eine endliche Anzahl darstellbarer Farben. GlĂŒcklicherweise hat sich in den letzten Jahren viel getan im Markt und inzwischen befinden sich LCD-Fernseher auf einem sehr hohen QualitĂ€tsniveau. Im folgenden Abschnitt bieten wir euch eine Liste der beliebtesten GerĂ€te verschiedener Bilddiagonalen:

30-39 Zoll
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SAMSUNG LE-37C579

SONY BRAVIA KDL-32EX715

PANASONIC TX-L37GW20



PHILIPS 37PFL8605K/02

PANASONIC Viera TX-L37V20E

SAMSUNG UE32C8790



40-49 Zoll
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LG 42LD450

SONY BRAVIA KDL-40EX605

PHILIPS 40PFL7605H/12



SAMSUNG UE40C7700

LG 47LX9500

SAMSUNG UE46C8790



50 Zoll und grĂ¶ĂŸer
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LG 55LE5500

SAMSUNG UE55C6700

LG 55LX9500 TV



SAMSUNG UE55C8790

SHARP AQUOS LC-60LE925E

SAMSUNG SyncMaster 570DX



Projektoren

Wer in richtige KinoatmosphĂ€re eintauchen möchte, kommt um einen Projektor nicht umhin. Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass ein Projektor in vielerlei Hinsicht höhere AnsprĂŒche stellt. Man braucht einen Raum, in dem man die Leinwand fĂŒr das GerĂ€t gut unterbringen kann, es ist eine komplexere Verkabelung notwendig und Ersatzleuchtmittel sind mitunter teuer. DafĂŒr wird man jedoch mit einem sehr großen Bild belohnt. Hier findet ihr verschiedene empfehlenswerte Projektoren fĂŒr den Einsatz im heimischen Kino:

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SAMSUNG SP-A600B

EPSON EH-TW3200

LG AF115



SANYO PLV-Z4000

ACER P7500

OPTOMA EH1060i



Technische Feinheiten

In diesem Abschnitt erklĂ€ren wir euch die verschiedenen technischen Eigenschaften der GerĂ€te. Mit diesem Wissen könnt ihr ĂŒber die Produktfilter in den entsprechenden Kategorien (LCD-Fernseher, Plasma-Fernseher, Projektoren) schnell das richtige GerĂ€t finden.

Bildformat

Das Bildformat, auch SeitenverhĂ€ltnis genannt, gibt Auskunft ĂŒber das GrĂ¶ĂŸenverhĂ€ltnis von Höhe und Breite des Bildschirms / der WiedergabeflĂ€che. Bis vor einigen Jahren wurden Fernsehsendungen fast ausschließlich in 4:3 ausgestrahlt, doch inzwischen werden viele Sendungen in Breitbild gesendet. Die allermeisten GerĂ€te verfĂŒgen ĂŒber ein SeitenverhĂ€ltnis von 16:9. Wird auf einem solchen Fernseher ein 4:3 Signal wiedergegeben, entstehen entweder schwarze Balken am Rand des Bildes (d.h.: Der Bildschirm wird nicht komplett gefĂŒllt) oder das Bild wird gestreckt, wodurch alles breiter wirkt.

native Auflösung

Als native Auflösung bezeichnet man die physische Auflösung des DarstellungsgerĂ€tes: Wie viele Bildpunkte (z.B. FlĂŒssigkristalle) das GerĂ€t in den entsprechenden Dimensionen tatsĂ€chlich aufweist. Je höher die native Auflösung eines GerĂ€tes ist, umso mehr Bilddetails können dargestellt werden. Blu-ray Discs liefern zum Beispiel eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln (Höhe variiert basierend auf dem Bildformat der Quelle). Dieses Bild könnte man auf einem Fernseher, welcher eine native Auflösung von 1366 x 768 Pixeln hat, nicht verlustfrei darstellen. Idealerweise sollte man das GerĂ€t stets in der nativen Auflösung ansteuern. Liegt die Quelle in einer geringeren Auflösung vor, ĂŒbernimmt entweder der Fernseher oder das WiedergabegerĂ€t (DVD-Player, Receiver) das hochskalieren. Wie gut das Endergebnis aussieht hĂ€ngt von den verwendeten GerĂ€ten ab.

TV-Tuner

Möchte man mit dem GerĂ€t Fernsehen empfangen, ist ein Tuner notwendig. Ein analoger Tuner entschlĂŒsselt die analogen terrestrischen Signale, wĂ€hrend DVB-S fĂŒr Satellitenempfang benötigt wird. Möchte man digitale Satellitensignale empfangen, wird ein DVB-S2-Tuner benötigt (auch HDTV). FĂŒr Kabelfernsehen ist ein DVB-C-Tuner notwendig, wohingegen fĂŒr das neue terrestrische Fernsehen ein DVB-T-Tuner vorhanden sein sollte.

Besonderheiten

Im Bereich Besonderheiten findet ihr bei den Produktfiltern verschiedene Produktzertifizierungen (z.B. „HD Ready“), aber auch technische Details des GerĂ€tes. Hier die wichtigsten in der Übersicht:

LED-Backlight

LCD-Fernseher mit LED-Backlight zeichnen sich durch einen höheren Kontrast, dunklere Schwarztöne, gleichmĂ€ĂŸigere Bildausleuchtung und einen geringeren Stromverbrauch aus.

CardReader

Mit einem CardReader können verschiedene Speicherkarten von Digitalkameras wiedergegeben werden.

Digitaler Kammfilter

Kammfilter dienen der Verbesserung der BildqualitÀt.

Netzwerkanschluss / WiFi

Mit diesen Optionen kann man das GerÀt in das Netzwerk einbringen. Welche Vorteile dies bietet, hÀngt von dem jeweiligen Fernseher ab.

24p

24p-fĂ€hige GerĂ€te sind dazu in der Lage, Blu-rays und andere 24p-Inhalte mit einer vertikalen Bildwiederholrate von 24 Bildern pro Sekunde wiederzugeben (23,976 fps). Beachtet hierzu den Artikel Fernseher und Projektoren fĂŒr ruckelfreien Filmgenuss.

CI – Common Interface

Hier können CI-Module eingesteckt werden, die den Empfang von verschlĂŒsseltem Pay-TV, wie zum Beispiel Sky HD (HDTV), ermöglichen.

Dynamischer Kontrast

GerĂ€te mit dynamischem Kontrast bieten die Option, die Helligkeit des Backlights von LCD-Fernsehern abhĂ€ngig vom dargestellten Bild anzupassen (die Helligkeit des Bildes wird von der Helligkeit des Backlights bestimmt) und so einen höheren Kontrastwert zu erzielen. Auf dem Papier klingt dies wunderbar, in der Praxis ist davon bei LCD-Fernsehern, die nicht ĂŒber ein LED-Backlight verfĂŒgen, abzuraten.

Progressive Scan

Beim Progressive Scan-Verfahren wird ein ruhigeres und schÀrferes Bild ermöglicht, da dem GerÀt nur noch Vollbilder geliefert werden. Dadurch entfÀllt unter anderem das Zeilenflimmern.

USB-Anschluss

Der USB-Anschluss ermöglicht das Anstecken von USB-Sticks, von welchen dadurch Medien wiedergegeben werden können. Hierbei unterstĂŒtzen die FernsehgerĂ€te verschiedene Codecs und was genau wiedergegeben werden kann, hĂ€ngt von dem GerĂ€t ab.

Panel-Kontrast

Der Kontrast gibt Auskunft ĂŒber den Helligkeitsunterschied zwischen hellen und dunklen Bildanteilen. Diese Werte werden „im Labor“ ermittelt und sollten nicht der Faktor sein, der schließlich zur Kaufentscheidung fĂŒhrt. Sobald eine gewisse Umgebungshelligkeit vorhanden ist, sind die tatsĂ€chlichen Kontrastwerte wesentlich geringer.

Panel-Helligkeit

Die Helligkeit des Panels ist wichtiger als der Kontrast. Je heller das Panel ist, umso kontrastreicher ist das Bild auch bei hoher Umgebungshelligkeit. Ein Wert von 400 – 550 cd/mÂČ ist hierbei ausreichend fĂŒr den Betrieb in hellen RĂ€umen.

EingÀnge

Die Filter „Eingang – HDMI“, „Eingang – DVI“ und „Eingang – D-Sub“ ermöglichen euch eine Suche nach GerĂ€ten, die zumindest einen dieser EingĂ€nge anbieten. WĂ€hrend viele GerĂ€te heute mehr als einen HDMI-Eingang bieten, findet sich ein DVI-Eingang eher selten. Mit dieser Suchoption findet ihr sogar GerĂ€te, bei denen ein DVI-HDMI-Adapter nicht notwendig ist. Der D-SUB-Eingang kann zur Einspeisung analoger Videosignale von einem PC oder anderen entsprechenden AusgabegerĂ€ten genutzt werden.

In Hinsicht auf BildqualitĂ€t ist ein digitaler Übertragungsweg (HDMI -> HDMI, DVI -> HDMI, DVI -> DVI) stets vorzuziehen, da es hier zu keinerlei QualitĂ€tsverlusten kommt.

100/200 Hz-Darstellung

VerfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber diese Funktion, wird ĂŒber verschiedene Methoden (z.B. Zwischenbildberechnung) ein glatteres Bild erzielt. Mehr ĂŒber die HintergrĂŒnde erfahrt ihr in diesem Artikel: Fernseher und Projektoren fĂŒr ruckelfreien Filmgenuss

Fazit

Wer sich ein paar Minuten Zeit nimmt, um die technischen Mythen modern LCD- und Plasma-Fernseher zu entrĂ€tseln, findet schnell das TraumgerĂ€t fĂŒr den mitreißenden Sport- und Filmgenuss. Da Plasma-Fernseher langsam vom Markt verschwinden findet sich vielleicht gerade dort ein SchnĂ€ppchen. Der Markt der LCD-Fernseher bietet hingegen neue Technologien, mit welchen die bisherigen SchwĂ€chen der GerĂ€te ausgemerzt werden und sich immer neue Horizonte eröffnen. FĂŒr das ultimative Erlebnis sorgen schließlich Projektoren: Riesiges Bild, berauschende Auflösung und satte Farben!

[mk]
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Re: Fernseherkaufberatung: LCD, Plasma oder Projektor?

Beitragvon Redaktion, am 16.12.2010 15:44

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