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Fernseher und Projektoren für ruckelfreien Filmgenuss

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Fernseher und Projektoren für ruckelfreien Filmgenuss

Beitragvon Redaktion, am 28.02.2010 12:54

Vor mehr als hundert Jahren etablierte sich langsam ein Standard in der Filmindustrie: Die Aufzeichnung von Filmen mit einer Bildwiederholrate von etwa 24 Bildern pro Sekunde (fps). Dies ermöglichte eine für das Auge glaubhafte Darstellung von Bewegungen, ohne zu viel Filmmaterial zu beanspruchen. Unzählige Filme später hat sich dieser Standard nicht nur in der Industrie extrem festgesetzt, sondern ist außerdem zum Kulturgut geworden. So wird 24p-Material zum Beispiel von vielen bereits unterbewusst als Film wahrgenommen, während Filme mit einer höheren Bildwiederholrate eher als Doku oder Privataufnahme empfunden werden. Um also beim „Film-Look“ zu bleiben, werden auch im digitalen Zeitalter noch Filme in 24p geschossen und mit dem Aufstieg von 24p-fähigen Fernsehern und Projektoren rückte der Standard außerdem in die bewusste Wahrnehmung der Bevölkerung vor.

24p: Vorteile, Nachteile und Zukunftsaussichten

Egal ob aus dem Menü des Monitors oder den Grafikoptionen des Lieblingsspiels, jeder weiß, dass moderne Bildschirme in den allermeisten Fällen eine vertikale Bildwiederholfrequenz von 60 Hz (d.h. 60 Bilder pro Sekunde) haben. Um jetzt in 24p aufgenommenes Filmmaterial (eigentlich 23,976 fps) auf einem 60 Hz Bildschirm wiederzugeben, müssen die Bilder des Films gestreckt werden. In schnellen Szenen oder Szenen mit feststehender Kamera ist dies kein Problem, sind auf dem Film jedoch langsame Kameraschwenks vorhanden, kann es zu sichtbarem unregelmäßigen Ruckeln des Filmmaterials kommen. Hier haben wir das erste Problem mit 24p: Durch Pulldown verursachten Frame-Stutter.

Das zweite Problem mit 24p ergibt sich aus der Natur des Standards an sich: Er ist einfach zu langsam für ruckelfreie Bilddarstellung bei schnellen Szenen oder bestimmten Kameraschwenks. Bei Filmaufnahmen ist es inzwischen zu einer Kunst geworden, potentiell anfällige Szenen gleich so umzugestalten, dass es am Besten gar nicht erst zum Ruckeln kommen kann oder die Sichtbarkeit zumindest zu reduzieren. Somit bringt der Standard schon seine eigenen Probleme mit, die durch den Pulldown bei vielen Fernsehern und Bildschirmen allerdings abgedämpft werden, da bereits dort Zwischenbilder errechnet werden und der somit ursprünglich sehr ruckelige Schwenk nicht mehr ganz so ruckelig ist. Dafür nimmt man aber den hässlichen Frame-Stutter in Kauf.

Wechselt man jetzt zu einem 24p-Fernseher, so verschwindet zwar das erstgenannte Problem (Frame-Stutter), aber dafür fallen auch die vom Pulldown berechneten Zwischenbilder weg und Szenen, die mit Pulldown noch ansehnlich gewesen wären, sehen ohne plötzlich schlechter aus. Was läge also näher, als in Zukunft Filme mit höherer Wiederholrate aufzunehmen? Am besten gleich mit 60 Hz? Leider stehen derartige Entwicklungen wohl noch in weiter Ferne und man braucht wahrscheinlich eine Filmreihe mit der Erfolgsquote der originalen Star Wars Trilogie, welche als Pionier des neuen Standards herhalten muss, bevor sich überhaupt etwas ändert. Für die Jahre bis dahin bleibt nur der Griff zu Fernsehgeräten oder Projektoren, die keinen Frame-Stutter verursachen und durch Zwischenbilderzeugung die Mängel des 24p-Standards ausgleichen.

Aus 2 mach 4: Berechnung von Zwischenbildern für flüssiges Filmvergnügen

Auf dem Markt gibt es bereits verschiedene Geräte, die auf mathematischem Wege für ein flüssiges Bild sorgen. Hierfür werden einfach aus 2 benachbarten Bildern eine bestimmte Anzahl (meist 2 oder 3) Zwischenbilder berechnet und diese werden im Anschluss mit dargestellt. So hat man bei langsamen Schwenks oder schnellen Bildfolgen zwar keine Ruckler mehr, sieht sich aber unter Umständen mit einer Audioverzögerung konfrontiert. Dies kann man aber durch entsprechende Einstellungen entweder an der Audio-Anlage oder am Blu-ray- bzw. DVD-Spieler ausgleichen. Hier findet ihr einige Geräte, die diese Technologie bereits unterstützen:

SONY BRAVIA KDL-52Z4500
SONY BRAVIA KDL-52Z4500.gif
SANYO PLV-Z3000
SANYO PLV-Z3000.gif


SONY KDL-52Z5800AEP
SONY KDL-52Z5800AEP.gif
PANASONIC PT-AE3000E
PANASONIC PT-AE3000E.gif


Fazit

Selbst die hochauflösenden Blu-ray-Filme werden heute immer noch im über hundert Jahre alten 24p-Standard aufgenommen, doch bevor sich daran etwas ändert, wird noch viel Zeit vergehen. Die hier vorgestellten Fernsehgeräte und Projektoren bieten aber Funktionen, mit denen man aus dem „minderwertigen“ Filmmaterial doch noch etwas machen kann. Allerdings geht damit auch das Flair des im kulturellen Gedächtnis eingebrannten Filmaussehens verloren. Sollte das neue Aussehen nicht gefallen, kann man bei den vorgestellten Geräten die Funktionen zur Zwischenbildberechnung aber auch wieder deaktivieren.

[mk]

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