Schritt für Schritt zum Fußball-Stream
Diese Anleitung ist auf die kostenlose Video-Software VLC-Player ausgelegt. Ihr könnt euch dieses Programm hier herunterladen: videolan.org. Mit VLC könnt ihr jedoch nicht nur die WM, sondern auch alles andere über das Netzwerk streamen. Von Filmen bis hin zu Radiosendungen und eurem eigenen Desktop! Nachdem ihr VLC installiert habt, könnt ihr den DVB-T-Stick samt Treiber installieren. Auf unserem Testsystem erfolgte dies Dank Windows 7 komplett automatisch.
Schritt 1: DVB-T-Frequenzen ermitteln
Nachdem ihr die benötigte Software installiert habt, geht es mit der Ermittlung der DVB-T-Frequenzen weiter. Hierfür gibt es verschiedene Wege: Von einer Nachforschung im Internet über spezielle Software bis hin zur Nutzung der zum Stick mitgelieferten Software. Wir haben uns für letzteres entschieden und ermittelten Frequenz und Bandbreite über die mitgelieferte Software:
Nachdem ihr den Sendersuchlauf durchgeführt habt, klickt ihr einfach auf EPG und ermittelt die notwendigen Informationen über das Kontextmenü:
Schritt 2: Einstellungen für VLC finden
Habt ihr die Frequenz gefunden, in unserem Falle 618.000 kHz, geht es zur Konfiguration von VLC. Wählt hierzu unter dem Menüpunkt Wiedergabe die Option „Aufnahmegerät öffnen“. Im Anschluss konfiguriert ihr das Programm über DVB DirectShow für DVB-T mit der von uns im vorherigen Schritt ermittelten Frequenz und Bandbreite. Nach dem Klick auf Wiedergabe startet VLC die Wiedergabe des Senders:
Da auf einer Frequenz mitunter mehrere Sender ausgestrahlt werden, müssen wir noch die genaue Programmnummer ermitteln. Hierzu wählt ihr unter Extras den Menüpunkt „Medien-Informationen“ aus und sucht im nächsten Dialog unter dem Reiter „Codecdetails“ nach den entsprechenden Informationen:
Im Reiter „Codecdetails“ sind die einzelnen Punkte normalerweise ausgeklappt. Es ist also Scrollen notwendig. Wir haben nun die Frequenz (618.000 kHz), die Bandbreite (8 MHz) und die Programmnummer ermittelt (96). Damit kann es zum nächsten Schritt gehen.
Schritt 3: Streaming starten
Um den Streaming-Dienst von VLC zu starten, kann man einfach den unter Menüpunkt Medien -> Streaming erreichbaren Assistenten nutzen. Dort wählt ihr als Quellmedium wieder das von uns in Schritt 2 ermittelte Aufnahmemedium und gebt die entsprechenden Frequenzen ein. Im Anschluss klickt ihr auf „Mehr Optionen anzeigen“ und gebt unter Optionen bearbeiten noch die Programmnummer ein. Dies stellt sicher, dass VLC auch den richtigen Sender streamt (andernfalls herrscht Zufallsprinzip).
Nach dem Klick auf „Stream“ springt der Assistent zur Auswahl der Streaming-Optionen. Der Einfachheit halber wählten wir hier Streaming über http, wobei VLC aber noch verschiedene andere Streaming-Modi bietet. Man kann zum Beispiel auch an das gesamte Subnetz gleichzeitig streamen, was jedoch zu höherer Netzwerkauslastung führt. In diesem Dialog wählt ihr HTTP aus und klickt auf Hinzufügen.
Im Anschluss könnt ihr im Reiter HTTP die entsprechenden Optionen wie Port und URL einstellen. Wir haben es hier bei den Standardeinstellungen belassen.
Schritt 4: Den Zweitrechner konfigurieren
Habt ihr Schritt 1 bis 3 ausgeführt bietet der Streaming-Rechner das Fernsehprogramm schon über HTTP auf Port 8080 an. Um den Stream jetzt von einem anderen Rechner erreichen zu können, benötigt ihr die IP des Streaming-Rechners. Hierfür gebt ihr auf dem Streaming-Rechner in die Eingabeaufforderung (Windowstaste + R, cmd.exe eingeben, enter) den Befehl „ipconfig /all“ ein und sucht die IP für das entsprechende Netzwerkinterface heraus. Diese Informationen findet ihr auch im Status-Dialog der entsprechenden Netzwerkverbindung bei der Adapterübersicht.
Öffnet nun VLC auf dem Zweitrechner und wählt den Menüpunkt Medien -> Netzwerkstream öffnen. Dort gebt ihr die IP und den Port in folgendem Format ein:
Nach dem Klick auf Wiedergabe startet die Stream-Wiedergabe. Ihr könnt das Öffnen des Streams auch vereinfachen, indem ihr auf dem Desktop eine Verknüpfung ablegt, der die Netzwerkadresse, so wie sie im vorherigen Bild eingegeben wurde, als Parameter übergeben wird.
Der leichtere Weg: Stick am Laptop anstecken
Wenn man schon so einen kleinen DVB-T-Stick für den Anschluss an USB hat, kann man den Stick auch direkt am Laptop im Garten anstecken. Dort gibt es nicht nur besseren Empfang, sondern auch bessere Qualität, da die für das Streaming durchgeführte Extrakodierung nicht durchgeführt wird.
Es geht noch leichter
Wenn ihr im Garten ein funktionierendes und schnelles WLAN anliegen habt, könnt ihr auch einfach die offiziellen Streams von ARD und ZDF nutzen. Hierfür entfällt nicht nur die Konfiguration von VLC, sondern auch der Kauf eines DVB-T-Sticks und dessen Installation. Natürlich ist die Qualität dieses Internetstreams nicht so hoch, wie beim direkten Empfang über DVB-T, doch es ist trotzdem eine Lösung, wenn es mal schnell gehen soll.
DVB-T-Sticks im Preisvergleich
Der von uns im Test verwendete DVB-T-Stick ist bereits für knapp 14 € erhältlich, während hochwertigere Versionen natürlich wesentlich mehr kosten.
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TECHNAXX DVB S4 - USB 2.0 DVB-T Stick![]() ![]() | TERRATEC Cinergy HTC USB XS HD![]() ![]() | TERRATEC H5![]() ![]() |
Weitere USB DVB-T-Sticks.
Komplettlösungen fürs Streamen
Wer eine professionellere Lösung für das Streamen ins Netzwerk sucht, der wird mit den folgenden zwei Komplettsystemen zum Ziel kommen:
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PCTV SYSTEMS W-LANTV 50n![]() ![]() | ELGATO EyeTV Netstream DTT ![]() ![]() |
Beide wurden in der c’t 9/2010 getestet, wobei EyeTV Netstream DTT wesentlich bessere Bewertungen erhielt. EyeTV Netstream DTT ist außerdem mit Mac kompatibel.
Fazit
Um die Fußball-Weltmeisterschaft zu streamen gibt es verschiedene Möglichkeiten, wer jedoch nur Fußball im Garten genießen will, muss jedoch nicht zwanghaft den umständlichen Weg über den eigenen Netzwerkstream gehen.
[mk]










