Die DiRT 2 Demo erhaltet ihr hier:
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Mutierte Erbanlagen
24 Autos finden sich in DiRT 2, der Vorgänger bot jedoch 46. Davon abgesehen ist man bei Codemasters den Vorgaben des Vorgängers jedoch weitestgehend treu geblieben. Nach Start des Spiels werden wir bei DiRT 2 sofort von der hohen Qualität des Spiels überzeugt und so besticht es nicht nur während der Rennen, sondern auch durch die gelungene Menüführung, wenn man es überhaupt noch „Menü“ nennen kann. Schließlich handelt es sich hier um einen weiteren 3D Level, in welchem man sich bewegen kann und die verschiedenen Menüpunkte sind durch Gegenstände repräsentiert. Einen ersten Eindruck über die Optik während der Rennen erhaltet Ihr über die folgenden DiRT 2 Screenshots:
DiRT 2 Grafik
In DiRT 2 kommt die EGO-Engine zum Einsatz, welche Codemasters zum Beispiel auch schon in Race Driver: GRID verwendet hat. An der Engine wurden allerdings noch verschiedene Verbesserungen vorgenommen und so unterstützt das Spiel jetzt zum Beispiel DirectX11. Verfügt man über keine DirectX11-Grafikkarte, muss man den DirectX9 Modus des Spiels nutzen. Eine Sonderbehandlung für DirectX10-Grafikkarten ist nicht vorhanden. Einen Vergleich des Aussehens von DirectX9 und DirectX11 bietet AMD zum Beispiel auf Flickr. Betrachtet man jedoch nicht gerade eine Flagge aus nächster Nähe, sind die Unterschiede zwischen DirectX11 und DirectX9 also eher gering.
Es bleibt festzuhalten, dass auch im DirectX9-Modus eine äußerst überzeugende graphische Umgebung gerendert wird und die Entwickler das „Menü“ von DiRT 2 mit genauso viel Hingabe gestaltet haben, wie die restlichen Karten. Trotz höchster Grafikeinstellungen lief übrigens auf unserem nun schon etwas betagten Testsystem alles reibungslos.
Wie im Vorgänger, bietet auch DiRT 2 wieder ein ausgezeichnetes Schadensmodell, wobei man sich atemberaubende Kollisionen im Replay wieder und wieder ansehen kann. Leider können aus der Replay-Funktion selbst weder Screenshots noch Videos gespeichert werden. Da sieht es bei anderen PC-Spielen vorbildlicher aus, doch diese Funktionalität könnte ja noch mit einem Patch nachgebessert werden.
DirectX 11: Der echte Genuss?
Wie bereits erwähnt bietet der DirectX11-Modus nur geringfügige Verbesserungen gegenüber DirectX9 und man kann daher sagen, dass man durch DirectX9 bei Colin McRae: DiRT 2 nicht unter einem verminderten Spielvergnügen leiden muss. Wer also bereits über eine leistungsfähige DirectX9-Grafikkarte verfügt, braucht keinesfalls wegen DiRT 2 auf eine DirectX11-Karte umsteigen. Wenn man aber wirklich alles aus DiRT 2 herausholen will, braucht man eine Grafikkarte aus der ATI HD5800-Serie. Spielt man auf einer Auflösung von weniger als 1680 x 1050 Pixeln genügt übrigens bereits eine HD5770. Bei einer größeren Auflösung sollte man jedoch zu einer HD5850 greifen und ab 1920 x 1200 empfiehlt sich bereits die HD5870.
Colin McRae: DiRT 2 Gameplay
Durch jedes in DiRT 2 gefahrene Rennen erhält man Erfahrungspunkte, mit welchen man weitere Austragungsorte, Rennen und Autos (neben verschiedenen Gimmicks) freischalten kann. Der gewählte Schwierigkeitsgrad bestimmt hierbei, wie viel Geld und Erfahrungspunkte man für ein gewonnenes Rennen erhält. Die Gegner-KI ist gut gelungen und war während des Spielens nicht auffällig. Die anderen Fahrzeuge waren mitunter in Unfälle verwickelt, was das Spiel realistischer werden lässt.
Die Steuerung von DiRT 2 mit der Tastatur gestaltete sich anfangs sehr gewöhnungsbedürftig und auch nach ein paar Stunden Spielzeit viel es schwer, auf einer relativ geraden Strecke die gewünschte Spur zu halten. Es empfiehlt sich zum Spielen also zumindest ein Gamepad, wobei ein Racing-Wheel noch besser wäre.
Negatives
Kleine Mängel finden sich aber auch in einem so polierten Produkt wie DiRT 2. Die grafische Umsetzung des Schadensmodells ist zwar sehr gelungen, doch hat dies keinen bemerkenswerten Einfluss auf die Fahrphysik. Wenn man sein Auto also nicht gerade komplett zerlegt, kann man noch normal weiterfahren. Erst in den sehr hohen Schwierigkeitsgraden haben Schäden eine Auswirkung. Traurig ist auch, dass man nicht die Möglichkeit hat, aus der Replay-Funktion Videos zu speichern, wobei Codemasters doch wenigstens die Möglichkeit Screenshots zu machen zur Verfügung stellen könnte.
Mit den Sprüchen, die man sich zwischen den Rennen von seinen Kollegen anhören muss, zielt Codemasters scheinbar auf ein jüngeres Publikum und wenn man dieser Varietät nichts abgewinnen kann, werden die Zwischenrufe schnell nervig. Ebenso nervig wird das animierte Menü nach einer Weile. Zwar ist die detailreiche Optik interessant, aber man wird dadurch massiv ausgebremst und nach einem Rennen muss man erst einmal warten, bis das Menü geladen wurde. Durch die zahlreichen Animationen gelingt es auch nicht, sich während des Menüaufenthaltes nach der harten Konzentration im Rennen zu entspannen.
Außerdem ist bedauerlich, dass kein Wettersystem den Weg in DiRT 2 gefunden hat. Man spielt immer bei den gleichen Wetterkonditionen und auf den meisten Strecken bedeutet das prallen Sonnenschein.
Multiplayer
Im Gegensatz zum Vorgänger findet man in DiRT 2 endlich einen guten Multiplayer-Modus. Bei DiRT konnte man nur neue Bestzeiten aufstellen und diese über das Internet vergleichen. Es gab nicht einmal Ghost-Fahrzeuge, geschweige denn tatsächliche gegnerische Wagen auf der Strecke. Bei DiRT 2 habt Ihr jedoch eine Vielzahl von Möglichkeiten, um gegen Eure Freunde anzutreten. Dabei stehen alle Fahrzeuge aus dem Spiel zur Verfügung und man kann aus verschiedenen Multiplayer-Modi auswählen. Somit ist auch von Seiten der Multiplayer-Unterstützung Langzeitspaß gewährleistet.
Fazit
Wer atemberaubendes Rally-Spektakel sucht, der ist bei Colin McRae: DiRT 2 genau an der richtigen Stelle. Dabei bietet DiRT 2 nicht nur genug Spielmaterial, um allein sehr lange Freude zu haben, sondern man hat außerdem noch den Multiplayer-Modus zur Auswahl. Somit ist auch für reichlich Spaß auf LAN-Partys oder über Internet gesorgt. Da das Spiel bereits im DirectX9-Modus grafisch sehr gelungen ist, kann man die DirectX11-Effekte vielleicht gerade so als I-Tüpfelchen bezeichnen, da sie einfach nicht ins Gewicht fallen. Aus diesem Grund ist es auch nicht zu empfehlen, extra wegen Colin McRae: DiRT 2 eine DirectX11-Grafikkarte zu kaufen.
[mk]





