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Blue Screen of Death: jetzt auch Crucial m4 betroffen

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Moderator: Redaktion

Blue Screen of Death: jetzt auch Crucial m4 betroffen

Beitragvon Redaktion, am 09.01.2012 12:54

Nachdem in den letzten Quartalen stets OCZ für BSOD-Probleme gerügt wurde, ist nun auch Crucial betroffen. Besitzer von Crucials m4-SSD meldeten sich in Scharen über Blue Screen Abstürze mit der Errormeldung „0x00000f4“ und inzwischen hat Crucial die Existenz des Bugs bestätigt.

Wann tritt der BSOD bei Crucials m4 SSDs auf?

Scheinbar tritt der Fehler nach etwa 5000 Stunden Betriebszeit auf und lässt sich durch einen Neustart nur für kurze Zeit umgehen. Crucial gibt an, dass für den Fehler nächste Woche ein Firmware-Update veröffentlicht werden wird und gab außerdem Entwarnung über die Möglichkeit von Datenverlust. Nichtsdestotrotz muss man als betroffener Nutzer dennoch seine Daten von der SSD kopieren, um überhaupt weiter an dem entsprechenden Computer arbeiten zu können und in Angesicht regelmäßiger BSODs dürfte sich dieser Kopiervorgang als schwierig erweisen.

Die gute Nachricht ist, dass die meisten Käufer von Crucials m4 noch weit von der 5000-Stunden-Marke entfernt sein werden und sich deshalb keine Sorgen über den Fehler machen brauchen.

Wie viele Stunden war meine m4-SSD in Gebrauch?

Um die „Power-On“-Zeit zu ermitteln könnt ihr ein Tool wie SiSoft Sandra Lite verwenden (kostenlos). Klickt in der Software einfach auf „Physikalische Laufwerke“ und wählt die entsprechende SSD aus. Im Anschluss könnt ihr die „Power-On“-Zeit in der Auswertung finden.

sisoft.gif
"Power-On"-Zeit einer SSD


Die SSD aus der obigen Auswertung ist etwa 12 Monate alt und hat trotz häufiger Nutzung „nur“ etwa 2600 Betriebsstunden hinter sich. Crucials m4 SSDs sind ebenfalls etwa 1 Jahr auf dem Markt und damit ist klar, dass nur Power User jetzt schon an die 5000-Stunden-Marke stoßen. Ein Jahr hat schließlich nur 8760 Stunden.

Fazit

In der Vergangenheit war neben OCZ auch Intel von einem SSD-Bug betroffen. Damals traf es Intels 320er SSD-Serie und da der Fehler direkt zu vollem Datenverlust führte, konnte man sich nur über Backups schützen. Nach wie vor sollte aber jeder Backups von wichtigen Dateien anfertigen, egal ob er eine SSD oder eine mechanische Festplatte verwendet.

[mk]

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64GB CRUCIAL m4 SSD

128GB CRUCIAL m4 SSD

256GB CRUCIAL m4 SSD



512GB CRUCIAL m4 SSD

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Re: Blue Screen of Death: jetzt auch Crucial m4 betroffen

Beitragvon LarsMie, am 09.01.2012 23:19

wie wärs denn da einfach mit ner boot-cd, die es ermöglicht die firmware aufzuspielen?! wo liegt da das problem?!

bin zwar nicht betroffen, aber das macht mir schon sorgen...

hab ne force gt 120gb...
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LarsMie
 

Re: Blue Screen of Death: jetzt auch Crucial m4 betroffen

Beitragvon Spurenleser, am 10.01.2012 11:21

Das Problem liegt darin, dass es noch kein Firmware-Update gibt. Das soll ja wie gesagt erst nächste Woche kommen.
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Re: Blue Screen of Death: jetzt auch Crucial m4 betroffen

Beitragvon Wegi89, am 12.01.2012 21:37

1238h...noch keine Gefahr in Sicht. Bin dennoch sehr zufrieden mit der SSD! Da wegen Mainboardwechseln sowieso im Februar formatiert wird, gibt es auch gleich eine neue Firmware drauf.
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Re: Blue Screen of Death: jetzt auch Crucial m4 betroffen

Beitragvon Redaktion, am 14.01.2012 22:51

Von Crucial gibt es jetzt neue Firmware für die Crucial m4 SSDs: http://www.crucial.com/support/firmware.aspx
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Re: Blue Screen of Death: jetzt auch Crucial m4 betroffen

Beitragvon L-i-p-p-i, am 18.01.2012 20:40

Hallo,

habe gerade meine M4 128GB von Firmware 0009 auf die aktuelle 0309 geflasht, ging absolut problemlos und ohne Datenverlust. Lediglich Windows 7 installiert nochmal den passenden Treiber nach und muss nochmal booten.

Ich kann auch in der Geschwindigkeit einen kleinen Zuwachs verzeichnen (ASS Bench ging von 508 auf 544 Punkte), muss aber nicht zwingend am Update liegen, da die letzten Benchs schon ein paar Wochen her sind.

Hoffe es hilft Euch bei der Entscheidung (spätestens in ca. 5000 h müsst Ihr sowieso flashen, weil es offenbar alle M4 betrifft)

Gruß L-i-p-p-i
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Re: Blue Screen of Death: jetzt auch Crucial m4 betroffen

Beitragvon mf-concepts, am 18.01.2012 23:19

Bei dem Problem, mit dem zunächst die OCZ-SSDs so traurig berühmt wurden, gab es aber doch einen sehr deutlichen Bezug zum Chipsatz/Prozessor, mit dem die SSD eingesetzt wurde. Ich meine mich zu erinnern, dass es die Intel-Gemeinde exorbitant stark betraf, während AMD-Systeme, speziell die mit AMD-Chipsatz, fast völlig unbehelligt von dem Problem weiter brav ihren Dienst taten.
Man möge mich bitte korrigieren, wenn ich damit falsch liege...

Mich würde nun interessieren, ob dieses 'Crucial-5000h-BSOD-Limit' tatsächlich global, also über alle Plattformen hinweg existiert oder auch wieder nur vorrangig Systeme eines Chipsatz-/Prozessorherstellers betrifft. Ersteres würde auf ein laufwerksbezogenes Problem hindeuten, während letzteres doch etwas vermuten ließe, das tiefer im System sein Unwesen treibt.
Es wäre möglich, und nicht zum ersten Mal so, dass Komponentenhersteller Wege finden müssen, um Fehler der grundlegenden Architektur auszubügeln.

Getreu den Gesetzen zur Userpanik und dank der Freigabe von Copy&Paste für Redakteure wird so ein Aspekt ganz gerne mal vergessen, ... darum die Nachfrage.
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Re: Blue Screen of Death: jetzt auch Crucial m4 betroffen

Beitragvon L-i-p-p-i, am 18.01.2012 23:59

Hallo mf-concepts,

scheint ein übergreifendes Problem zu sein, da es auch für die Mac-User eine Empfehlung bzw. Anleitung gibt. Im Hersteller-Forum gibt es dazu einige Posts.

Gruß
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Re: Blue Screen of Death: jetzt auch Crucial m4 betroffen

Beitragvon mf-concepts, am 22.01.2012 19:07

Danke Lippi,

dass es auch die Apfelbäckchen betrifft, habe ich gesehen. Allerdings halte ich das, anders als Du, sogar eher für den Beleg dafür, dass wieder einmal Intel-Systeme (stärker) betroffen sind - schließlich hat sich Apple schon lange von der PowerPC-Architektur verabschiedet und mir will partout kein serienmäßiger Mac auf AMD-Basis einfallen.^^

Wenn man bedenkt, dass Systeme auf AMD-Basis üblicherweise einen eigenen Treiber nutzen und standardmäßig auch eine etwas andere Kombination aus Diensten und Diensteinstellungen als die Systeme mit Intel- oder NVidia-Chipsatz, die normalerweise mit Standard-Systemtreibern eingerichtet werden, ...
... kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sich die Ursachenforschung irgendwo in der Nahrungskette zwischen Treiber und m4-Laufwerk am ehesten lohnt.

Es ist ohnehin witzig.
Jahrelang war klar, dass Flash Memory sich prinzipbedingt nicht so oft fehlerfrei wieder beschreiben lässt wie es bei Magnetspeicher möglich ist. Wer meinte, einen Flashspeicher als Systemlaufwerk einsetzen zu müssen, musste schreibende Zugriffe nach Kräften vermeiden oder einen Crash binnen Wochen oder wenigen Monaten riskieren. So konnte bereits ein kleiner Webserver pro Woche so viel fordern, wie ein normal genutzer USB-Stick vielleicht in 5-6 Jahren ertragen muss. War Verlässlichkeit im Dauerbetrieb gefordert, führte vorerst nichts an konventionellen Festplatten vorbei.
Quasi über Nacht wurde das dann umdefiniert.
Kaum sanken die Preise für die Chips und kaum kamen bezahlbare, akzeptable Laufwerksgrößen in Reichweite, wurden die schon seit den frühen IDE-Laufwerken erfolgreich genutzten Fehlerbehandlungsroutinen für Fehlstellen im Magnetspeicher umgestrickt für verbrannte NAND-Gatter und schon waren plötzlich alle Flash-Speicher über jede Kritik bezüglich des Ausfallrisikos erhaben.
Ich halte das allerdings eher für erfolgreiches Marketing als einen echten Erfolg technischen Designs. Weiterentwicklung in allen Ehren, aber ... noch immer wird mehr Speicher verbaut, um defekte, verbrannte Zellen per interner Umleitung auf Reservespeicher 'on the fly' zu ersetzen. Das macht die Zellen selbst nicht wirklich ausfallsicher, es kaschiert das Problem nur.

Äußert man heutzutage Bedenken bezüglich der realistischen Lebensdauer von SSDs, winken alle ab, die Zellen seien inzwischen sowas von robust, die Fehlerbereinigungsroutinen sowas von perfekt und mechanische Probleme gäbe es designbedingt ja sowieso keine.
Und warum scheiden die Dinger noch immer unerwünscht früh aus dem Rennen aus???

Man hat zwar keine bewegten Teile mehr, man muss aber z.B. Zellen erst 'leeren', damit sie wieder beschrieben werden können. Und diese Routinen aufzurufen, obliegt dem Host und nicht dem Laufwerk selbst - unterbleiben Trim- und Tidy-Tätigkeiten, warum auch immer, erstickt das Laufwerk regelrecht an alten Daten und folgerichtig hängt sich das System ab dann auch auf.
In dem Fall wurde dann der nicht mögliche mechanische Ausfall sehr erfolgreich durch reine Logik ersetzt - der perfekte synthetische Headcrash, eine echt reife Leistung!

Mich interessiert zwar immer irgendwie auch der Grund, aber prinzipiell spielt der für den praktischen Einsatz gar keine Rolle. Da ist ein kapitaler Ausfall ein absolutes No-Go - völlig egal, warum.
Geschwindigkeit, die gar nicht stattfindet oder nur wenige Sekunden lang ist für mich irgendwie sogar noch deutlich langsamer als selbst die gute alte Diskette...

Wenn mich derzeit wirklich etwas hinter'm Kamin hervorlocken könnte, dann ein Betriebssystem, das ganz selbstverständlich feste Daten oder solche mit seltenen Schreibzyklen (ggf. nur im Rahmen von Patches/Updates) rein auf schnellen SSDs verwaltet und alle übrigen auf einer gewöhnlichen Festplatte und nicht alles bunt gemischt, wie derzeit. Und dazu gehören dann auch Anwender-Programme, die dieses Splitting ebenso unterstützen. Das, kombiniert mit autonomer gelegentlicher Konsolidierung für den Ausfall-Fall, wäre deutlich nach meinem Geschmack...
... bis das zu haben ist, wäre dann noch ein bisschen Zeit, die Hardware und ihre Treiber zuverlässiger zu machen.

Schönes Rest-WE
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