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Blu-rays, Flashmemory, HDDs oder 8500 GB DVDs?

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Moderator: Redaktion

Blu-rays, Flashmemory, HDDs oder 8500 GB DVDs?

Beitragvon Redaktion, am 09.06.2010 12:11

So, oder so ähnlich könnte die Frage in nicht allzu ferner Zukunft lauten, wenn man den Verlautbarungen japanischer Wissenschaftler Glauben schenken darf! Laut der Aussage des Chemieprofessors Shin-ichy Ohkoshi soll es möglich sein, durch die Beschichtung einer herkömmlichen DVD mit Titaniumoxid eine um das 1000-mal höhere Kapazität zu erreichen. Der Vorteil bei dieser Methode soll sein, dass man sein altes Abspiel- bzw. Aufzeichnungsgerät weiterverwenden kann.

Nun ist es beinahe jedermann bekannt, dass ein einmal am Markt etabliertes Konsortium, in diesem Fall das Blu-ray Konsortium nicht so ohne weiteres die angepriesene Technologie verwirft und auf alt bewährtes zugreift, da die Großproduktion nun ja auch schon im vollen Gange ist. Dabei ist es auch egal, wie wirtschaftlich, fortschrittlich oder gar benutzerfreundlich die neu entdeckte Technologie ist. Oft dauert es schließlich viele Jahre und kostet außerdem die eine oder die andere Million eines Anlegers oder Sponsors, bis ein Standard verabschiedet und die Produktion angelaufen ist. Also sieht es in der Praxis so aus, dass wenn sich nicht zufällig ein ebenso großes und starkes Konsortium findet, dass reges Interesse an einer solchen Technik bekundet, eben diese in irgendeiner Schublade verstaubt und vielleicht niemals das Licht der Welt erblickt.
Einige mögen sogar behaupten, die DVD oder gar jeglicher optischer Datenträger sei auch nicht zuletzt wegen ihrer allgemein bekannten Anfälligkeit tot.

Die Absatzzahlen und die Produktion von Blu-ray-Geräten und den dazugehörigen Datenträgern sprechen indes eine ganz andere Sprache. Diese läuft nämlich aufgrund der stetig steigenden Nachfrage mehr als prächtig. Warum also nun wieder umsatteln und Geld verlieren. Da sind die zu erwartenden 8500 GB zu 50 GB oder demnächst auch 128 GB der Blu-ray kein wirklich schlagkräftiges Argument...

Nun gut, für diejenigen Anwender, die nun wahre Film-Archivare sind und Terabytes an Filmen beherbergen, sind Blu-rays auch keine echte Alternative zu den mittlerweile wirklich großen Festplattengrößen. Denn 5x 2 TB in ein Raid5 NAS integriert, ergeben auch 8 Terabyte Kapazität mit integrierter zusätzlicher Sicherheit und kosten nicht einmal so viel, wie wenn man diese Datenmenge mit einem Blu-ray-Brenner auf 50 GB Rohlinge bannen würde. Flash-Speicher-Datenträger sind für diesen Einsatzbereich sowieso noch viel zu teuer und auch gerade einmal mit bis zu 1 Terabyte Kapazität erhältlich.

Dem „durchschnittlichen Verbraucher“, wie wir ja oft und gerne bezeichnet werden, ist dies ehrlich gesagt aber auch ziemlich schnuppe. Der will nämlich „nur“ mal den einen oder auch noch einen zweiten HD Blu-ray Spielfilm und die gerade erschienene HD-Dokumentation aus der Videothek an der Ecke in Ruhe zum Entspannen schauen. Ganz oben auf der Liste steht auch das demnächst anstehende und vielleicht auch in HD übertragene Fußballspiel an einem gemütlichen Abend mit Freunden. Denn das passende "FULLER-HD Equipment" mit sagenhafter 24p, SuperClear, HighCrystal Ausgabe auf dem 52 Zoll Plasma mit 8.1 Mega-Surround-Sound Qualität ist natürlich kürzlich eigens dafür und für gar nicht mal so wenige Euros angeschafft worden. Was er dagegen nicht will, ist massenweise Filme brennen oder speichern. 1 zu 0 für das Blu-ray-Konsortium also...



Viel SpaĂź beim heimischen FilmspaĂź wĂĽnscht

S.n.a.f.u
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