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Antec P193: Performance Gehäuse im Test

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Moderator: Redaktion

Antec P193: Performance Gehäuse im Test

Beitragvon Redaktion, am 15.06.2009 15:50

Antecs P193 fällt in die Kategorie der Midi-Tower und richtet sich an Enthusiasten, die ein gut gekühltes und möglichst dennoch leises System zusammenstellen wollen. Da bereits ein 12 cm, zwei 14 cm und sogar ein 20 cm Lüfter vorinstalliert sind, kann man schon erahnen, wie gut die Kühlleistung des P193 ausfallen wird, doch wie steht es mit der Lautstärke? Im folgenden Test wird das P193 daher erst auf dem Seziertisch platziert und schließlich mit einem Testsystem ausgestattet.

Eckdaten

Maße und Masse:
    51.4 cm (H) x 20.5 cm (B) x 59 cm (T)
    16,3 / 19 kg (netto / brutto)
    eATX-, ATX-, µATX-kompatibel (u.A.)
Laufwerkseinschübe:
    4 x extern 5,25 Zoll
    1 x extern 3,5 Zoll
    6 x intern 3,5 Zoll
Lüfter
    Vorinstalliert:
    2 x 14 cm Lüfter oben
    1 x 12 cm Lüfter hinten
    1 x 20 cm Lüfter in der Seitentüre
    Optional:
    2 x 12 cm Lüfter vorn
    1 x 12 cm Lüfter untere Kammer
    1 x 8 cm Lüfter hinter oberem HDD-Käfig (muss leer sein!)


Einleitung

Betrachtet man die Produktseite des P193 auf Antec.com, so stolpert man über die eine oder andere Merkwürdigkeit. Als erstes fällt auf, dass die Seite nur stiefmütterlich korrekturgelesen wurde und man noch immer Überbleibsel einer schlechten Übersetzung findet. Das Netzteil wird zum „Netzgerät“, die Gehäusetüre wird zur „Klappe mit Doppelscharnieren“ und der CPU-Kühler ist der „Wärmesenker“ (von engl. „heatsink“). Obendrein fehlen öfters Umlaute, doch als ob das nicht genug wäre, würfelt man metrische und imperiale Einheiten noch fröhlich durcheinander, oder lässt das Nennen einer Einheit gleich weg: „Erforderlicher Breitenabstand beträgt 9,5 wegen der Kühlung an der Seitenabdeckung“ – aha! Eine Anfrage an den Support wurde jedoch zügig beantwortet und räumte viele der Unklarheiten aus dem Weg. Dennoch besteht bei der Produktseite dringender Überarbeitungsbedarf – ein schlechtes Omen?

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Die Front des P193 präsentiert sich mit zahlreichen Lüftungsschlitzen, einem Frontpanel mit USB 2.0-, eSATA- und Audio-Konnektoren, einem Schloss zur Zugriffssicherung und einem sehr dezenten Logo der Herstellerfirma.


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Untersucht man das Äußere des P193 weiter, so stößt man auf die um bis zu 270° aufschwingende Tür, die zwei großen 14 cm Lüfter an der Gehäuseoberseite und den hinteren 12 cm Lüfter. Der Aufbau am Seitenpanel fällt ebenfalls ins Auge. Ein kleiner Magnet in der Türe hält sie geschlossen und auch (voll) geöffnet.


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Die Slotblenden sind einfach herausnehmbar und enthalten auswaschbare Luftfilter. Der Seitenaufbau enthält den 20 cm Lüfter und einen großen, einfach herausnehmbaren Luftfilter.


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Auf der Gehäuserückseite des P193 findet man 2 gummierte Aussparungen zur Durchführung von Schläuchen und die Lüftersteuerung für die zwei oberen und den hinteren Lüfter.

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Die Seitenteile des P193 verfügen über einen schmalen Griff an der Rückseite. Der im linken Seitenteil verbaute 20 cm Lüfter verfügt ebenfalls über eine Lüftersteuerung, die allerdings am Lüfter angebracht ist.

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Im Gehäuse findet man eine recht große Box, die in einem eher kleinen Abteil weiteres Installationsmaterial wie Schrauben und Kabelbinder enthält. Für die Verwendung der Festplattenentkoppler sind übrigens spezielle Schrauben notwendig. Die Lüfter verfügen alle über einen Molexadapter.

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Die Installation von 5,25‘‘ Laufwerken erfolgt beim P193 unter Verwendung von Schienen, welche man an das Laufwerk schraubt. Im Anschluss schiebt man das Laufwerk einfach von vorn in das Gehäuse ein. Das zweite Bild stellt den oberen Laufwerkskäfig des P193 dar. Hier können zwei 3,5‘‘ Festplatten untergebracht werden.

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Der Blick durch den Rahmen für den optionalen 12 cm Lüfter in der unteren Kammer: Sichtbar ist der untere Festplattenkäfig. Hier können vier Festplatten vertikal installiert werden. Vor den unteren Festplattenkäfig kann ebenfalls ein 12 cm Lüfter, welcher Luft von außen ansaugt, installiert werden. Auch dieser Festplattenkäfig verfügt über Entkoppler und ist herausnehmbar.

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Zur Installation von Festplatten kann man die Käfige einfach herausziehen. Der obere Käfig bietet außerdem noch ein kleines Zubehörabteil. Es ist allerdings fragwürdig, ob man bei jeder Komponentenänderung diesen Käfig herausziehen möchte, nur auf dass man in das kleine Zubehörabteil gelangt.

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Die vorderen 12 cm Lüfter kann man entweder ohne Verwendung von Werkzeug in Klammern unterbringen, oder man entfernt die Halterung und schraubt die Lüfter direkt an das P193. Das zweite Bild zeigt den Kabelstrang für die Bedienelemente am Frontpanel: Alles ist gut beschriftet, doch der 1x3 Stecker für die Power-LED ist ungewöhnlich.

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Der Einbau des Netzteils erfolgt ebenfalls in der unteren Kammer des P193. Durch eine Trennung der Wärmequellen Netzteil und CPU kann eine geringere Lautstärke erzielt werden, da die Abwärme der CPU nicht mehr direkt in das Netzteil aufsteigt. Möchte man eines der speziell von Antec entwickelten Netzteile installieren, kann man den installierten Adapter für die Standardnetzteile entfernen und hat dann eine wesentlich größere Öffnung für das Netzteil.

Hinter dem Mainboardschlitten sieht man das Kabelmanagementsystem des P193. Neben den bereits installierten Kabelbindern kann man übrigens noch weitere installieren. Die Oberseite des Mainboardschlittens bietet drei Aussparung zur Durchführung der Kabel und auch aus dem unteren Abteil kann man direkt hinter den Mainboardschlitten gelangen.


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Die Seitenteile des Antec P193 werden an der Innenseite durch Filz gestoppt und verfügen auch selber über angeklebten Filz, der sich im Falle unseres Testgehäuses allerdings bereits beim ersten Öffnen des Seitenteils leicht abgelöst hatte. Die Seitenteile, wie auch die Fronttüre, bestehen aus einer Kombination von Aluminium und Metall, was zu einer besseren Geräuschdämmung und -dämpfung führen soll.

Das Antec P193 im Praxistest


Das Antec P193 zeichnet sich durch eine hohe Qualität aus, dennoch trifft man im Gehäuseinneren auf die eine oder andere leicht scharfe Kante. Ein Blutopfer blieb zwar aus, doch im unglücklichen Falle könnte man sich trotzdem verletzen. Die simple und hochwertige Optik verspricht ein funktionelles Produkt. Dass auch Details Beachtung fanden, offenbart diese kurze Funktionsliste:

  • Um 270° aufschwingende Tür
  • Leicht entfern- und wiedereinbaubare Slotblenden und –bleche
  • Leicht entfern- und waschbare Luftfilter
  • Festplattenentkoppler für leises Arbeiten
  • Angemessener Abstand zwischen den Festplatten
  • Kabelrouting hinter dem Mainboardschlitten
  • Türen mit optimierter Schalldämmung

Im folgenden Praxistest des Antec P193 betrachten wir nicht nur die Praxisrelevanz dieser Funktionen, sondern auch die mit dem P193 mögliche Kühlung, die Lautstärke der installierten Lüfter und die Leichtigkeit des Einbaus von High-End Komponenten.

Kühlung und Lautstärke: Lüfterqualität des P193

Ab Werk verfügt das Antec P193 über vier Lüfter: zwei 14 cm Lüfter an der Oberseite, sowie einen 12 cm Lüfter an der Rückseite und einen 20 cm Lüfter im Seitenpanel. Alle Lüfter wollen direkt an das Netzteil angeschlossen werden und bieten kein Tachosignal für das Mainboard. Man ist also mit 4 Molexadaptern konfrontiert, von welchen man drei hinter dem Mainboardschlitten unterbringen kann beziehungsweise muss. Die Lüftersteuerung wirkt äußerst rudimentär und ist schwer bedienbar, da man sich teilweise seiner Fingernägel bedienen muss. Durch die volle Kontrolle, die Antec über Verkabelung der Lüfter sowie Platzierung und Form der Lüftersteuerung hat, hätte man eine optimiertere Lösung erwarten können.

Bereits vor dem Einbau des Systems wurden die Lüfter getestet, um die Lautstärke beurteilen zu können. Versorgt man sie mit 12 V, sind sie in keiner der drei Geschwindigkeitseinstellungen leise, von „silent computing“ kann also keine Rede sein. Es kommt hinzu, dass selbst bei der geringsten Einstellung mehr Luft als notwendig aus dem Gehäuse geschleudert wird. Das führt dazu, dass man den Luftstrom spürt, wenn man das Gehäuse unter den Arbeitstisch stellt.

Der „Big Boy“, wie Antec den 20 cm Lüfter taufte, zeichnete sich durch ein gut wahrnehmbares Klicken aus. Egal auf welcher Geschwindigkeitsstufe man den Lüfter betrieb, das Klicken blieb. Dies ist natürlich besonders ärgerlich, da man diesen Lüfter nur schwer austauschen kann, da passender Ersatz umständlich zu finden ist.

Lösung

Durch Versorgung der Lüfter mit Spannung aus einer regelbaren Spannungsquelle konnten wir feststellen, dass die drei inneren Gehäuselüfter auch bei 5 Volt noch problemlos anliefen, zumindest man den Regler auf die mittlere Geschwindigkeitseinstellung stellte. Laufen die Lüfter, kann man die Regler auf die niedrigste Stufe stellen und so einen geräuschlosen Betrieb erzielen. Stellt man die Regelung auf „high“, erhöht sich die Förderleistung der Lüfter auf ein Maß, welches für die Kühlung vollkommen ausreichend ist, aber noch keine fönartige Lautstärke verursacht. Man braucht also lediglich einen 12 zu 5 Volt Adapter. Hierfür könnte man zum Beispiel einfach die 12 und 5 V Pins eines Netzteilsteckers vertauschen und diesem dann eine besondere Markierung verpassen, damit man ihn nicht aus Versehen für andere Komponenten als die Lüfter verwendet.

Der „Big Boy“ zeigte sich jedoch gegen Optimierungsversuche immun: Er startete selbst bei 10,5 Volt nicht mehr, auch wenn man den Regler auf „high“ stellte. Mal ganz abgesehen davon, dass man dem Netzteil 10,5 Volt nicht ohne weiteres entlocken könnte, würde die geringere Geschwindigkeit am Klick-Geräusch des 20 cm Lüfters wenig ändern. Er wurde also nicht angeschlossen.


Komponenteneinbau

Der Einbau der Festplatten in den oberen Käfig stellte sich sehr einfach dar. Die Festplatten werden von unten verschraubt. Mit mitgelieferten Klammern könnte man hinter den oberen Festplattenkäfig aber auch einen 8 cm Lüfter verbauen. Vor dem oberen Festplattenkäfig wurde von uns ein Scythe S-Flex SFF21F verbaut. Er wird ebenfalls mit 5 Volt versorgt. Der an den Käfigen angebrachte Ring, der auch von einem Schlüsselbund abgefallen sein könnte, vollzieht seine Funktion als Herausziehhilfe eher schlecht als recht: Bevor man ihn aus der Arretierung herausgezogen hat, hat man schon den Festplattenkäfig aus dem Gehäuse gezogen.

Das Kabelmanagement wurde durch die Zugänglichkeit des Raumes hinter dem Mainboardschlitten einigermaßen erleichtert, wobei kurze Netzteilkabel hier schnell zum größeren Problem werden können. In Fall des im Testsystem verwendeten Corsair HX620 war dies jedoch kein Problem. Zum Verlegen der Kabel kann man übrigens die zwei Kabeldurchführungen zwischen der oberen und der unteren Kammer des Antec P193 vergrößern. Nach erfolgreichem Verlegen der Kabel verschraubt man einfach die kleinen Blenden wieder und so werden die Hitzequellen wieder voneinander getrennt.

Das Mainboard des Testsystems ist das GA-EX38-DS4 von Gigabyte (EOL) und gekühlt wurde der verwendete Intel E8400 von einem Thermalright IFX-14 mit Backsidekühler. Diese Kombination fand im inzwischen steinalten Casetek C1018 problemlos Platz, doch in das Antec P193 war der Einbau des IFX-14 nicht ohne Weiteres möglich.

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Problem 1

Der Backplatekühler des Thermalright IFX-14 würde zumindest zwei cm nach oben aus dem Antec P193 herausragen.

Lösung 1A

Die einfachste Lösung des Problems wäre, dass man den Backplatekühler schlichtweg nicht verwendet. Doch warum dann einen IFX-14 verbauen? Daher:

Lösung 1B

Nach etwas Rätselraten über das weitere Vorgehen entschlossen wir uns dazu, die Heatpipes des Kühlers vorsichtig zu biegen, um den Kühlkörper so in eine Position oberhalb des Arbeitsspeichers zu bringen. Sicherlich wird die Kühlleistung negativ beeinflusst, doch da der Backplatekühler höchstens 1 oder 2 K der Temperaturdifferenz zwischen Umgebung und CPU verantwortlich ist, könnte man mit der Hälfte auch noch gut leben.

Problem 2

Das wesentlich schwerwiegendere Problem ist die Höhe des IFX-14: 161 mm! Der Lüfter stößt innen mit dem Aufbau für den 20 cm Lüfter zusammen und man kann daher das Seitenteil des Antec P193 nicht schließen.

Lösung 2A

Die einfache Lösung wäre, einen anderen CPU-Kühler zu verwenden. Leider haben alle hochwertigen Tower-Kühler eine Höhe von etwa 16 cm und sind damit zu hoch. Eine mögliche Alternative wäre zum Beispiel Noctuas NH-C12P, doch dieser bietet etwas weniger Kühlleistung als der IFX-14.

Lösung 2B

Wie wir bereits festgestellt haben, ist der „Big Boy“ für ein leises System nicht verwendbar und er entpuppt sich in Anbetracht der Kollision mit dem CPU-Kühler nun mehr eher als „Big Problem“. Also warum den Lüfter nicht einfach entfernen? Ein Inbusschlüssel findet sich leider nicht in jedem Werkzeugkasten, doch vielleicht im Fahrradpannenwerkzeug. Nach Entfernen der Schrauben konnten wir das entblößte Seitenteil problemlos anbringen, doch der äußere Aufbau hält leider nicht ohne den inneren Gegenpart. Aus diesem Grunde mussten vier kleine Holzabstandshalter als Surrogat herhalten.

Für findigere Tüftler und Casemodder bietet dieses Seitenteil jedoch viel Material für einen schicken Mod. Man könnte den Aufbau auch einfach mit einer Dämmmatte füllen, doch da das Gehäuse nach oben offen ist, wäre der Nutzen äußerst gering.

Von diesem Kompatibilitätsproblem abgesehen verlief der Einbau der Komponenten in das Antec P193 ohne Probleme. Ärgerlich war allerdings, dass der Filz an den Türen bereits im Auslieferungszustand leichte Mängel aufwies. Es bleibt festzuhalten, dass die Festplattenentkopplung des Antec P193 traumhafte Ergebnisse erzielt: Keinerlei Vibrationen werden mehr übertragen und die Festplatten sind nur mehr noch direkt neben dem Gehäuse hörbar!

„Das einzigartig leistungsfähige Kühlsystem“

Erst vor kurzem ergänzte Antec die Produktseite des P193 um folgenden Absatz: „Geeignet für CPU-Kühler mit einer Höhe von max. 140mm: das einzigartig leistungsfähige Kühlsystem macht den Einsatz großer CPU-Kühler überflüssig.“. Nun, dass das Kühlsystem leistungsfähig ist steht außer Frage, doch qualitativ hochwertig ist es ohne Frage NICHT. Warum man hier mit 2,5 cm Gehäusebreite geizt und so Kompatibilität mit der Mehrheit der hochwertigen Towerkühler einbüßt ist schleierhaft. Besonders in Anbetracht der Tatsache, dass man für hauseigenen Spezialnetzteile extra viel Platz in der unteren Kammer einräumt, ein Luxus, der mit Sicherheit nur von einem Bruchteil der Käufer genutzt wurd. Bereits in den Vorgängerversionen des Gehäuses wurde der Mangel an Kompatibilität mit High-End CPU-Kühlern kritisiert und es scheint, als wäre Antec auf diesem Ohr taub. Wenn man schon ein „Performance“ Gehäuse mit „leistungsfähige[m] Kühlsystem“ verkauft, dann sollte man auch die Möglichkeit bieten, große CPU-Kühler zu verbauen!

Zum Kühlsystem muss weiterhin gesagt werden, dass ein schnellerer Luftstrom sich zwar positiv auf die Kühlung auswirkt, die Verwendung von leistungsfähigen Kühlkörpern aber die Grundvoraussetzung für gute Kühlleistungen ist. Nur deswegen schafft ein Thermalright IFX-14 mit einem Noctua NF-S12B mehr Kühlleistung als die Boxed-Lüfter der beiden CPU-Riesen. Dabei ist das Thermalright-Noctua-Gespann sogar noch unhörbar und der Boxed-Lüfter nervig laut! Raum für einen hochwertigen CPU-Kühler zu Gunsten eines klickenden 20 cm Lüfters zu opfern und das Ganze dann als Performance-Gehäuse mit „silent computing“ Option zu verkaufen ist jedenfalls verfehlt.

P194 Wunschliste

Für das P194 können mehrere Wünsche ausgesprochen werden, wobei die Kompatibilität mit hohen Kühlern im Grunde kein Wunsch ist, sondern eine Notwendigkeit. Es mag vielleicht nicht auf der Hand liegen, doch durch diesen Fehltritt verscherzte es sich Antec mit dem Enthusiasten-Markt, denn dort sind Tower-Kühler Standard! Der zweite Punkt auf der Wunschliste betrifft die verbauten Lüfter: Natürlich will Antec durch den Einbau eigener Produkte Geld sparen, doch nicht immer muss man das Rad neu erfinden! Eine Zusammenarbeit mit einem renommierten Lüfterhersteller wie Noctua könnte das P194 wieder auf Platz eins der Gehäuseliste katapultieren, denn auf den Innovationen des P180 kann man sich schließlich nicht ewig ausruhen. Im selben Atemzug sollte die Lüftersteuerung überarbeitet werden: Nur ein Stromkabel, handelsübliche 3 Pin Lüfterstecker statt fester Verkabelung und leichtere Bedienbarkeit der Schalter wären wünschenswert. Der 20 cm Lüfter der Seitentüre kann auch problemlos durch einen auswechselbaren 12 cm Lüfter ersetzt werden. Dies garantiert Kompatibilität und größeren Spielraum für die Wünsche des Anwenders. Es muss nicht immer so groß wie möglich sein!

Urteilsspruch P193: Ja oder Nein?

Im Falle des P193 kann man keinen klaren Urteilsspruch geben. Wie der Test bewies, kann man selbst den größten CPU-Kühler verbauen, sofern man sich vor etwas Bastelei nicht fürchtet. Leider ist dies nicht jedermanns Sache und es bleibt somit jedem Nutzer selber überlassen, die Kaufentscheidung zu fällen. Eine klare Kaufempfehlung kann man unter diesen Umständen für das Antec P193 jedenfalls nicht aussprechen. Antecs P193 ist folglich ein Gehäuse mit viel Potential für Verbesserungen in der Zukunft.

Positiv---------------------------------------------------------------
+ sehr gute Kühlung, auch für Multi-GPU-Systeme
+ Festplattenentkopplung: Unhörbare Festplatten
+ optisch und mechanisch hochwertig
+ einfaches Kabelmanagement
+ sehr einfacher Komponenteneinbau
Negativ
- Keine Tower-CPU-Kühler verbaubar
- Lüfter für Silentsystem nahezu ungeeignet


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Re: Antec P193: Performance Gehäuse im Test

Beitragvon Rikki-Tikki-Tavi, am 19.02.2010 15:38

Danke sehr Martin,

ich habe erwogen bei einem Premium-Kunden ein P193 zu verbauen, aber ein klickender Lüfter ist ist da ein no-go-Kriterium. Herumbauen kann ich natürlich auch nicht
a) weil das den Kunden ein Vermögen kosten würde
b) weil es eben unprofessionell aussieht, wenn ich da mit Holzabstandshaltern anfange

Tschüss,

RTT
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Re: Antec P193: Performance Gehäuse im Test

Beitragvon Spurenleser, am 19.02.2010 19:26

Hallo,

ja ich hatte mir eigentlich von dem Gehäuse auch mehr "Direkt-Komfort" versprochen, wenn man so will. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Soweit ich die Innenhöhe des P182 laut Datenblättern überblicken konnte, ist dort innen zwar mehr Platz (im Grunde schon ein Widerspruch an sich), aber eben auch noch nicht sehr reichtlich. Vielleicht sieht es bei Gehäusen von Silverstone besser aus, wobei man dort gleich doppelt so tief in die Tasche langen darf.
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Re: Antec P193: Performance Gehäuse im Test

Beitragvon Rikki-Tikki-Tavi, am 20.02.2010 01:33

Ich denke ich werde wohl eher zu einem Sharkoon Rebel greifen und die Festplatte einzeln dämmen. Bei vorgebauten Lüftern kriegt man halt meistens Mist.
Ich glaube das da bei Testexemplaren für Hardwareseiten auch gerne beschissen wird.
Sowieso steht das Projekt noch lange nicht, es gab erst eine zögerliche Interessenbekundung.

/edit:
P.S.:
Das Rebel sieht halt etwas schäbig aus und die unten angebrachten USB-Ports würden auch nicht für Freude sorgen.
Ich muss mich mal über das ANTEC Three Hundred erkundigen. Das sieht ganz ok aus. Die eingebauten Lüfter kann man ja bei Bedarf austauschen.
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Re: Antec P193: Performance Gehäuse im Test

Beitragvon Domrod, am 21.02.2010 20:31

Viel Test um nichts ...

Dieses haben wir schon 2mal verbaut....

XIGMATEK Midgard (CPC-T55DB-U01)

http://www.schottenland.de/preisvergleich/preise/proid_9940221/XIGMATEK-Midgard-Black-C-T55DB-U0
selbe nur mit Window
http://www.schottenland.de/preisvergleich/preise/proid_9967224/XIGMATEK-Midgard-CPC-T55DB-U02

und es passt alles ...alternative mal zum testen
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Re: Antec P193: Performance Gehäuse im Test

Beitragvon Rikki-Tikki-Tavi, am 21.02.2010 22:35

Hm... ich habe mir ein paar Tests angesehen und das Festplatten-Haltesystem hat mich nicht überzeugt.
Festplatten sollten stark geklemmt werden, damit die Vibrationen (ja nach Gehäuse) gedämpft werden können oder jedenfalls ans Gehäuse weitergeleitet werden. Ungedämpfte Vibrationen machen eine Festplatte in Rekordzeit platt.
Wenn das wirklich so wackelig ist wie in diesem Video-Review, dann wäre das für mich ein absolutes Ausschlusskriterium.
http://www.hardwarecanucks.com/forum/hardware-canucks-reviews/24360-xigmatek-midgard-case-video-review.html
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Re: Antec P193: Performance Gehäuse im Test

Beitragvon Spurenleser, am 22.02.2010 15:58

Hallo,

wackelig würde ich das nicht bezeichnen. Wie hier zu sehen, sitzt die Festplatte eben zwischen 4 Gummiabstandshaltern, durch welche man sie mit 4 Schrauben festschraubt (das sind solche langen mit sehr breitem Kopf). Die Platte ist danach sicher fixiert, aber immer noch leicht beweglich (sonst würde es ja nicht entkoppeln).

Ungedämpfte Vibrationen machen eine Festplatte in Rekordzeit platt.


Das habe ich auch schon öfters gehört, hab aber ebenfalls schon Leute gelesen, die das dementieren (ua. mit Langzeit SMART-Auslesung, Benchmarks etc.). Ist ähnlich wie mit der Temperaturgeschichte: Gruppe A sagt alles über x Grad ist tödlich, Gruppe B sagt alles Blödsinn, bis x+15 Grad hat man nix zu befürchten etc.. *Schulterzuck*

Die einzigen Platten, die mir bisher gestorben sind, waren Maxtorplatten, die ich in ein externes Gehäuse verbaut hatte (es war in beiden Fällen dasselbe Gehäuse). Ich hab das verfluchte Teil dann entsorgt, aber seitdem läuft alles rund. Werde allerdings auch mal ein Auge auf die SMART-Werte werfen.

Meines Erachtens ist die Ideallösung NAS im Keller und oben passiv-gekühlter Rechner mit SSD. Festplattenvibrationen nerven mich jedoch zu tode.
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Re: Antec P193: Performance Gehäuse im Test

Beitragvon Rikki-Tikki-Tavi, am 22.02.2010 17:16

Von welchem Gehäuse ist jetzt das Bild, das du verlinkt hast?

Ich redete vom Xigmatek Midguard.

Bei meinen nächsten Rechner packe ich eine Intel SSD und dazu eine WD Scorpio in einem Scythe Quiet Drive 2.5. Das macht mir einen guten Eindruck. SPCR hat gefallen daran gefunden und es hat Metallauflageflächen zur Kühlung
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Re: Antec P193: Performance Gehäuse im Test

Beitragvon Spurenleser, am 25.02.2010 14:56

Ach, dann war das ein Missverständnis. Ich dachte Deine Frage bezog sich auf das P193 (von dem auch das Bild ist).

Meine WD Scorpio Blue gab ein deutliches Betriebsgeräusch von sich (http://www.youtube.com/watch?v=A5fyMDQCm4s&hd=1), aber Du wirst ja sehen, obs vom Gehäuse verschluckt wird oder nicht. Ansonsten gibts ja noch zahlreiche 5600er von WD (allerdings 3,5''), die auch alle leise sein sollen.
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Re: Antec P193: Performance Gehäuse im Test

Beitragvon Rikki-Tikki-Tavi, am 25.02.2010 15:09

So ich habe mir (selbst) jetzt ein Antec Three Hundred gekauft und es mit einem BeQuiet Noise Absorber Kit gedämmt.
Gehäuse: Super verarbeitet, einige "mitgedachte" Ecken, die mir gefallen.
Noise Absorber Kit: "Big Tower"-Version hat gerade so für einen Midi-Tower gereicht. Dämmung so lala.

Volles Review von beidem kann ich schreiben, aber nicht für lau :P.
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