iPhone 4 Design
Beim Design des iPhone 4 liefert Apple wie gewohnt hohe Qualität: Das Telefon wirkt schnörkellos, aber weder langweilig und schon gar nicht billig. An Ober- und Unterseite des Gerätes befinden sich gehärtete Glasscheiben, die von einem Metallrahmen umfasst werden. An diesem finden sich auch die wenigen Bedienelemente (z.B. Lautstärkeregler), sowie Aussparungen für Lautsprecher und Mikrofone.
Technische Details des iPhone 4
| Allgemeines | |
| Breite | 5,86 cm |
| Höhe | 11,52 cm |
| Tiefe | 0,93 cm |
| Gewicht in kg | 137 g |
| Display | |
| Bildschirmdiagonale in Zoll (cm) | 8,9 cm (3,5 Zoll) |
| Auflösung | 960x640 |
| Leistung | |
| Betriebssystem | iOS 4 |
| Prozessor Typ | Apple A4 |
| Taktfrequenz pro Kern | 1000 MHz |
| Speicher | |
| Speichergröße | 16 GB / 32 GB |
| RAM | 512 MB |
| Betriebszeiten | |
| Standby-Zeit | 300 Stunden |
| Betriebszeit max. | 14 Stunden |
| Kommunikation | |
| Mobilband | Quadband |
| GSM Standards | (E)GSM 850 MHz • (E)GSM 900 MHz • (E)GSM 1800 MHz • (E)GSM 1900 MHz • UMTS 2100 MHz |
| Daten-Verbindungen | GSM • UMTS • EDGE • GPRS • HSDPA |
| Datenübertragung | |
| WLAN Standards | IEEE 802.11b (2.4-2.48GHz / 11Mbps,22Mbps,44Mbps) • IEEE 802.11g (2.4-2.48GHz / 54Mbps) • IEEE 802.11n (300Mbps) |
| Bluetooth-Unterstützung | Bluetooth 2.1 EDR |
| IrDA Schnittstelle (Infrarot) | Nein |
| Ausstattung | |
| Digitale Kamera | 5 MP mit Blitz |
| Front-Facing Kamera | VGA-Qualität |
Das iPhone 4 liefert gleich mehrere technische Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger. Die Kamera auf der Rückseite des iPhone 4 verfügt über einen lichtsensiblen 5 MP Sensor, der auch bei schlechteren Lichtbedingungen noch gute Bilder liefert. Mit dem iPhone 4 können außerdem Filme in 720p HD-Qualität aufgenommen werden. Die Kamera an der Vorderseite des Gerätes bietet zwar nur VGA-Auflösung, genügt allerdings für den angedachten Verwendungszweck Videotelefonie.
Auch bei der Audioqualität hat Apple einen neuen Trick aus dem Ärmel gezogen: Mittels eines zweiten Mikrofones werden Umgebungsgeräusche aufgezeichnet und im Anschluss aus den Aufnahmen des Hauptmikrophones ausgefiltert. Dadurch kann Gesprächsqualität in einer lauten Umgebung erzielt werden. Neben dieser Neuerung wurde beim iPhone 4 die Qualität Freisprechfunktion verbessert. Der Ton ist nun lauter und besser zu hören.
Der eigentliche Augenschmaus des iPhone 4 ist natürlich das hochauflösende Display: 960 x 640 Pixel auf 3,5 Zoll, auf einem IPS-Panel mit LED-Backlighting. Somit kann man das Display auch in der Sonne gut erkennen. Unter normalen Lichtbedingungen kann es mit sehr guter Farbqualität, bestechendem Kontrast und satten Schwarztönen punkten. Das Display des iPhone 4 hat eine physische Bildpunktdichte von 326 PPI. Zum Vergleich: Lässt man Digitalfotos ausdrucken, kommt meist eine physikalische Auflösung von 300 bis 400 dpi zum Einsatz.
Im Inneren des iPhone 4 findet sich eine A4-CPU, die mit etwa 1 GHz Rechentakt arbeitet. Das iPhone 4 verfügt außerdem über 512 MB RAM und 16 oder 32 GB internen Datenspeicher. Neben den üblichen WiFi-Standards unterstützt es auch 802.11n. Auch Bluetooth 2.1, UMTS und GPS sind wieder mit von der Partie. Auf die Antennentechnologie war Steve Jobs besonders stolz: Der Stahlrahmen des Gerätes ist mehrfach unterteilt und dient als Antenne für die verschiedenen Funknetzwerke. Ziel dieses Unterfangens war die Verbesserung des Empfanges, da in der Vergangenheit die oft schlechte Qualität des AT&T-Netzes kritisiert wurde.
In das iPhone 4 hat Apple außerdem wieder einen Kompass integriert. Man findet weiterhin ein 6-Wege Gyroskop und ein Accelerometer, wovon sich Apple in Zukunft noch bessere Spiele erhofft. Das iPhone 4 verfügt über einen Lichtsensor und einen Sensor, der feststellt, ob das Gerät an den Kopf gehalten wird und in Folge die Abschaltung des Displays veranlasst.
Ein Kritikpunkt an älteren Versionen des iPhone war die nicht vorhandene Multitasking-Fähigkeit. Im iPhone 4 hat Apple zwar kein volles Multitasking nachgerüstet, bietet aber dennoch fast alle Vorteile der Funktion. Verlässt man eine App beim iPhone 4, kann man über den Home-Knopf direkt zum selben Zustand der App zurückkehren und so zum Beispiel E-Mails weiterschreiben oder das IRC-Gespräch fortsetzen. Apps können folglich auch im Hintergrund weiterlaufen und zum Beispiel Musik wiedergeben oder Dateien übertragen.
Wie bei den Vorgängerversionen, kann auch beim iPhone 4 die Batterie nicht ohne Weiteres gewechselt werden. Das iPhone 4 bietet geringfügig mehr Batterielaufzeit als die Vorgänger.
Eine Funktion, auf die Steve Jobs ebenfalls besonders stolz war, ist die Möglichkeit, über FaceTime Videotelefonie durchzuführen. Im Moment ist dies aber nur möglich, wenn beide Gesprächspartner über ein iPhone 4 verfügen und beide Geräte über WiFi miteinander kommunizieren können. Für FaceTime kommt die zweite Kamera des iPhone 4 zum Einsatz, wobei man aber auch auf die Hauptkamera umschalten kann, um dem Gesprächspartner die Umgebung zu zeigen.
Kritik am iPhone 4
In gewisse Verlegenheit geriet Apple in den vergangenen Tagen, als immer mehr Berichte über schlechte Signalstärke die Runde im Internet machten. Das Problem betraf nur bestimmte Geräte und trat ausschließlich dann auf, wenn man es in der linken Hand hielt und zwei Teile der Antenne überbrückte. Steve Jobs soll angeblich auf eine Support-Anfrage nur trocken „Don’t hold it that way“ geantwortet haben, und inzwischen gibt es nicht nur die ersten Gerichtsverfahren in Amerika, sondern auch eine Update-Ankündigung für das iOS 4, womit die Berechnung der angezeigten Signalstärke angepasst werden soll. Apple gibt an, dass in bestimmten Fällen nur eine zu gute Signalstärke angezeigt wurde, was mit dem neuen Patch jedoch behoben wird. Pressesprecher der Firma dementierten außerdem die vermeintliche Jobs-Mail.
Viele Käufer waren darüber enttäuscht, dass sich Apple die 64 GB Version offenbar für den Nachfolger des iPhone 4 aufhebt, obwohl sie bereits jetzt technisch möglich gewesen wäre und darüber, dass die weiße Version des iPhone 4 länger auf sich warten lässt. Für Aufsehen sorgte auch die Tatsache, dass Apple sich die Weitergabe von Positionsdaten der iPhone 4 Nutzer vorbehält.
Wer sich die Innereien des iPhone 4 genauer ansehen möchte, findet auf iFixit.com eine Sezieranleitung für das iPhone 4. Die reinen Materialkosten des iPhone 4 betragen laut iSupply übrigens 188 Dollar. 19 Dollar mehr als beim iPhone 3GS.
Fazit
Mit dem iPhone 4 konnte Apple den Mobiltelefonmarkt zwar nicht erneut revolutionieren, bietet aber trotzdem ein äußerst konkurrenzfähiges Produkt um den Marktanteil weiter auszubauen. Die gewohnt hochwertige Ästhetik mit der Apple-üblichen Usability garantieren ein Erfolgsprodukt und die bisherigen Verkaufszahlen bestätigen dies.
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[mk]





