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Technisches über die AMD Radeon HD7970
Die HD7970 verfügt über ein 384-Bit Speicherinterface, PCI Express 3.0 und unterstützt DirectX 11.1. Mit dabei ist außerdem Hardware-Unterstützung für Video-Enkodierung und eine neue Shader-Architektur, welche vor allem bei nicht-grafischen Applikationen mehr Leistung zur Verfügung stellen soll.
AMDs Radeon HD7970 bietet folgende Ausgänge: 1 x HDMI, 1 x DVI und 2 x DisplayPort. Die Karte unterstützt den HDMI-Standard 1.4a. Wer mehr als einen DVI-Monitor anschließen möchte, ist auf Adapter angewiesen, wobei entsprechende Adapter bei zahlreichen Grafikkarten bereits mitgeliefert werden.
Nach Angaben von AMD verfügt die GPU der HD7970, die den phantasievollen Namen „Tahiti“ trägt, über 4310 Millionen Transistoren. Eine ordentliche Steigerung im Vergleich zum Vorgänger, Cayman, der 2640 Millionen Transistoren aufwies. Auch Nvidias GF110 wurde in den Schatten gestellt (3000 Millionen Transistoren). Dank des kleineren Fertigungsprozesses konnte die Chipgröße aber verringert werden: statt 389 mm² (Cayman) findet der Tahiti-Chip auf einem Die von 365 mm² Größe Platz. Nvidias GF110-GPU hat übrigens einen 520 mm² großen Die.
Stromsparen mit ZeroCore
Mit ZeroCore hat AMD eine „neue“ Stromspartechnologie in Tahiti integriert. ZeroCore schaltet große Teile der Grafikkarte ab, sobald der Monitor des Computers in den Stromsparmodus geht. Dadurch kann der Stromverbrauch der Grafikkarte auf wenige Watt reduziert werden. Diese Funktion ist für Betreiber von CrossFire-Setups natürlich besonders attraktiv, da nicht nur Strom gespart wird, sondern sich auch die Lautstärke massiv reduziert. Der Lüfter der Grafikkarte hält in diesem Stromsparmodus nämlich komplett an.
Video Dekodierung und Enkodierung mit Hardware-Beschleunigung
Neben der neuen Stromspartechnologie bietet Tahiti außerdem eine erneut verbesserte Variante von AMDs Video Dekoder UVD und dazu gesellt sich zum ersten Mal eine Hardware-Unterstützung für Video-Enkodierung in Form der VCE, der Video Codec Engine. Damit wird Tahiti für verschiedene Zielgruppen besonders attraktiv, zumal selbst der Frame Buffer der Grafikkarte als Quelle für die Enkodierung herhalten kann. Das ermöglicht z.B. hardware-beschleunigte HD-Aufnahme eines Computer-Spiels.
Leistung der AMD Radeon HD7970
AMDs HD7970 ist mit Standardtakt etwa 10 bis 20 % schneller als Nvidias GeForce GTX580 und verbraucht dabei etwa 80 Watt weniger Strom. Im Leerlauf weist die AMD Radeon HD7970 unter allen High End Grafikkarten den geringsten Stromverbrauch auf und bei abgeschaltetem Display verbraucht sie sogar etwa 20 Watt weniger als die Radeon HD6970 (35 Watt weniger als die GeForce GTX580).
Bei der Lautstärke kann sie im Leerlauf ebenfalls überzeugen. Hier ist die HD7970 die leiseste Karte im aktuellen High End Segment. Wie zu erwarten, ist die HD7970 unter Last allerdings alles andere als leise und wird bei diesem Szenario aber sogar von der GTX580 ausgestochen. Dank der hohen Lüfterlautstärke ist zumindest die GPU der HD7970 immer gut gekühlt. Im Bereich Lautstärke hätte man aufgrund des geringen Stromverbrauches unter Last ein besseres Ergebnis erwarten können, doch hier kann ja immer noch von den Partnern oder über Treiber-Updates nachgebessert werden.
Weitere Mitglieder der AMD HD7000er-Familie
Die AMD Radeon HD7970 ist nur der erste Vertreter der 7000er-Radeon-Serie und es kann fest mit weiteren Grafikkarten gerechnet werden. So wird eine GPU mit dem Codenamen Pitcairn die 7800er-Familie antreiben und in dem entsprechenden Leistungssegment wesentlich günstigere Grafikkarten zur Verfügung stellen. Darunter gesellt sich „Cape Verde“. Von Tahiti wird es ebenfalls eine günstigere Version geben (HD7950) und zu guter Letzt darf natürlich auch eine Dual-GPU-Monstrosität nicht fehlen. Letztere wird wohl unter dem Codenamen „New Zealand“ auf den Markt kommen.
Übrigens wurden im Dezember die ersten mobilen Mitglieder der HD7000er-Serie veröffentlicht: die Radeon HD7400M, 7500M und 7600M. Leider basieren diese mobilen GPUs alle noch auf der alten Architektur und dem alten 40-nm-Fertigungsprozess. Auf Notebooks mit brandneuen GPUs muss man also noch etwas warten.
Fazit
Wer die schnellste Grafikkarte sein Eigen nennen möchte, der ist bei der AMD Radeon HD7970 genau richtig. In Hinsicht auf das Preis-Leistungs-Verhältnis kann Tahiti allerdings im Moment nicht überzeugen. Die HD7970 ist etwa 10 bis 20 % schneller als Nvidias GeForce GTX580, dafür aber mehr als 35 % teurer. Damit ist Nvidias GTX580 für preisbewusste Käufer zurzeit noch die bessere Wahl, wobei sich das mit der AMD Radeon HD7950 und eventuellen Treiber-Updates noch ändern könnte.
Übrigens braucht man zur vollen Ausnutzung der von diesen Grafikkarten zur Verfügung gestellten Rechenkraft nach wie vor einen Monitor mit mindestens 1920 x 1080 Pixeln Auflösung. Bei geringerer Auflösung langweilen sich Tahiti und Co. schließlich nur.
[mk]
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